FeedAchteck
ReligionBrockhaus 1882

Achteck oder Oktogon heißt in der Stereometrie ein Körper, welcher acht Ecken oder Winkel hat; zu den n iedenen Formen desselben gehört auch der einfache Kubus mit sechs quadratischen Seiten. chterfeldt (Joh. Heinr.), kath. Theolog, Vertreter des Hermesianismus, geb. 17. Juni 1788 zu Wesel, studierte zu Köln und zu Münster, trat 1813 in die Seelsorge, ward zu Anfang 1814 als Pfarrkaplan na esel berufen und erhielt 1817 eine theol. Professur an der philos.⸗theol. Lehranstalt zu Braunsberg, wo er ein „Lehrbuch der christkath. Glaubens- und Sittenlehrer (Braunsb. 1825) und einen Auszug daraus als «Katechismus der christkath. Lehre für das Bistum Ermeland veröffentlichte. Im Herbst 1823 erhielt A. den Auftrag, das Klerikalseminar zu Braunsberg zu reorganisieren, blieb dann fast ein Jahr hindur Vorstand der Anstalt und wurde 1826 als Professor an die kath.⸗theol. Fakultät der Universität Bonn versetzt. Hier traf er mit seinem frühern Lehrer, dem Proessor Hermes, und seinem Studienfreunde Proessor Clemens von Droste-Hülshoff zusammen. ach Hermes' Tode (1831) gab A. dessen «Christkath. Dogmatiko heraus, die vom röm. Stuhle als Irrlehre fenen Ge wurde. A. ward infolge davon mit seinen Gesinnungsgenossen, den Professoren Braun und Elvenich, als Anhänger und Förderer der wissenschaftlichen Richtung Hermes', in jene Streitigkeiten verwickelt, welche 1843 auch für ihn die Suspension seiner Lehrthätigkeit an der Universität Bonn zur Folge hatten. (S. Hermes.) Schon seit 1832 an der eitschrift für Philosophie und kath. Theologier lebhaft beteiligt, gab A. dieselbe in den J. 1843—48 mit Braun allein heraus. Er starb 11. Mai 1877 in Bonn.

Brockhaus’ Conversations-Lexikon. Allgemeine deutsche Real-Encyklopädie13. Aufl., Leipzig: Brockhaus 1882–1887 · Bd. 1, S. 111Scan: Polnische Nationalbibliothek (Polona) · gemeinfrei

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