Ackermann (Luise Viktorine, geborene Choquet), franz. Schriftstellerin, geb. 30. Nov. 1813 zu Paris, verheiratete sich zu Berlin mit dem Theologen Paul Ackermann, einem vertrauten Freunde Proudhons, und lebte daselbst bis zu dessen Tode (1846), worauf sie sich nach Nizza zurückzog. Sie hat drei Bände Dichtungen: «Conteso (1855), «Contes et poésieso (1863), Poésies, premières poésies, poësies philosophiqueso (1874) veröffentlicht. Ackermann (Rud.), verdienter deutscher Industrieller, geb. 20. April 1764 zu Schneeberg im sächs. Erzgebirge, Sohn eines Sattlers, erlernte das Gewerbe seines Vaters, arbeitete dann in Dresden, Leipzig, Basel, Paris und Brüssel als Gehilfe und erwarb sich in geschmackvoller Erfindung und Zeichnung von Mustern für Wagenbau große Fertigkeit. Später wandte er sich nach London, wo er 1794 ein Kunstmagazin errichtete. An der Spitze dieses Unternehmens führte A. in England die Lithographie ein und brachte den Holzschnitt in Aufnahme. Auch begründete er 1814 das Repository of arts, literature and fashionso, ein elegantes Modejournal, sowie die Litteratur der engl. Annualso nach dem Vꝰ4½ der deutschen Almanache, deren Iu er mit seinem Forget me noto 1823 eröffnete. Zugleich unternahm er eine Folge topogr., mit trefflichen Aquatintablättern ausgestatteter Werke; zuerst den Microcosm of Londono, dann die Histories of Westminster Abbeyo, Oxford and Cambridges, Public schoolso u. s. w. Er starb 30. März 1834 auf seinem Landsitze bei London.