Ademtion der Legate ist der römisch-rechtliche Ausdruck für den vollständigen Widerruf und die dadurch herbeigeführte Aufhebung (adimere) eines Vermächtnisses. Auert der Erblasser wue seine bisherige Bestimmung über die Person des Empfängers oder desjenigen, der das Vermächtnis erfüllen soll, oder bestimmt er ein anderes Vermächtnisobjekt, oder ändert er an den Nebenbestimmunkat seiner Verfügung, so spricht man von Transation der Legate. Für beides verlangen neuere Landesrechte (preußische, sächsische) eine Form, das gemeine Recht nicht; letzteres läßt sogar eine zu Lebzeiten des Erblassers eintretende Veränderung des freundschaftlichen Verhältnisses zwischen ihm und dem Legatar als Widerruf wirken. „Aden, engl. Seestadt und Festung im südl. Arabien, 170 km östlich von Bab-el-Mandeb, am Meerbusen von A., der zwischen Arabien und dem Lande der Somali in Afrika westwärts bis ins Land Adal eindringt. Die Stadt ist an der Nordostseite der 20 qakm großen Halbinsel A. erbaut, welche im Osten mit dem Festlande zusammenhängt durch einen nordwärts gerichteten, 2 Km breiten, sandigen und sehr niedrigen el, Die der mit einer zweiten westlichern Halbinsel, Dschebel-Hassän, den 5,5 km weiten Hinterhafen von A., Bender Tuwayi, bildet. Beide Halbinseln sind vulkanischer Natur, fpalten zerklüftet und zeigen nur in einzelnen Iüdutre ten spärlichen Graswuchs und wenige halbdürre Balsamstauden. Sonst Nerention der ganzen Umgebung von A. völliger egetationsmangel, und auch das Tierleben ist kaum vertreten. Der höchste Gipfel der Halbinsel A. ist der Schamschän von 576 m Höhe. Am Südostende der breiten, durch Strandbatterien gedeckten Einfahrt in den Hafen von A., den besten Arabiens, der geräumig genug ist, ganze Flotten zu bergen, bei Steamer-Point (Ras Tarschain), befinden sich die Kohlenmagazine, u.. einige — toreien, Comptoirs, ein Gasthof u. s. w. Die Stadt A. selbst liegt in einem von kegt u umstarrten Kesselthale, ist regelmäßig angelegt und meist aus Stein aufgeführt. Ein großer Übelstand ist der Mangel an Trinkwasser; indes sind 150 Brunnen von 36,6 — 56,4 m 7 in den Fels gehauen, von denen 50 trinkbares Wasser geben, und in 30 Reservoirs, die vor 2500 Jahren angelegt sind, sammelt sich das vom Gebirge herabkommende Regenwasser. Die Bevölkerung von A. Amed sich 1872 auf 22707 E., überwiegend mohammed. Hindus. A. ist wegen seiner günst en Handelslage und seines zwar heißen und trockenen, aber doch ziemlich gesunden Klimas seit den ältesten Zeiten ein wichtiger Punkt gewesen. Schon die Griechen und Römer kannten den Ort unter dem Namen Adana, Athana, oder auch als Arabia Eudaemon oder Arabia Felix. Die Stadt spielte eine wichtige Rolle unter den Zen Haupt Abessiniern, Sassaniden, war lange Zeit Hauptstadt von Jemen, erstes Emporium der ganzen arab. Halbinsel, von dessen Glanz und Reichtum Marco Polo und andere Reisende des Mittelalters erzählen. Auch zur Zeit der Portugiesen war A. blühend und so fest, daß selbst Albuquerque mit seiner Flotte 1513 von der Eroberung abstehen mußte. Die veränderte Richtung des ind. Handels, die Herrs 2 der Türken (1538 —1630) und hierauf die Besitznahme der Stadt durch den Imam von Sana'J brachte dieselbe immer mehr in Verfall. Als 1705 die umherwohnenden Araberstämme sich von Jemen losrissen und ihre eigenen Sultane erhielten, sank A. vollends in Trümmer und Schutt. Der einstige Welthafen zählte kaum noch 600 verarmte Bewohner in zerfallenen Hütten, als der brit. Kapitän Haines 1838 den Sultan von A. zur Abtretung der Halbinsel an die Briten bewog, *Ær dieselbe auch, als der Sultan hinterher die Überlassung verweigerte, 11. Jan. 1839 mit Gewalt in ihren Besitz brachten. Der schon von der Natur zu einer fast uneinnehmbaren Feste ch hurter Fels wurde nun gegen Land und See noch stärker befestigt und eine neue, zum Freihafen erklärte Stadt aufgebaut, die durch ihre auch in merkantiler und polit. Hinsicht sehr gunstige Lage in kurzer Zeit zur Blüte gelangte. Die Engländer haben die Halbinsel unter die Präsidentschaft Bombay gestellt, jedoch dem Residenten wegen ihrer isolierten Lage seit 1864 größere Befugnisse eingeräumt. A. ist das Gibraltar des Orients. Es ist für England nicht nur ein Bindelied mit Ostindien, sondern auch ein Stützpunkt für seinen kommerziellen und polit. Einfluß auf der anzen arab. Halbinsel und in ganz Ostafrika. Anfle Mokka ist jetzt, außer Hudeide, A. Hauptplatz r die Ausfuhr des südarab. Kaffees. Große Wichtigkeit hat besonders der Handel mit Steinkohlen, die in ungeheuern Massen nach A. gebracht werden, um die in jenen Meeren lic it de Dampfer zu versorgen. Sehr beträchtlich ist der Vertehr von A. aus mit Afrika, namentlich mit Berbera im Lande der Somali und Tadschurra in Adal. Seit der Eröffnung des Suezkanals hat A. bedeutend an Wichtigkeit gewonnen; 1878 wurden eingeführt: aus Arabien für 4406 384 Rupien (32 Mark), aus Bombay für 3750802, aus Ostafrika für 1413069 Rupien u. s. w., zur See im ganzen für 16 715 467 Rupien. Dazu kamen über Land 224368 Kamelfrachten im Werte von 2672 454 Rupien, also in Summa 19387921 Rupien. Die Ausfuhr hatte einen Wert von 13 745 162 Rupien, wovon 4513 672 an Kaffee. Nach Arabien wurden Waren ausgeführt für 3301 982, nach Frankreich 2 100 728, nach England 1324 679, nach Bombay 1296 205, na Amerika 1320528, nach Ostafrika für 1204204 Rupien.