Aftergeräusche (auch anorganische oder accidentelle Herzgeräusche) nennt man dieienigen am Herzen hörbaren Geräusche, welche ihre Entstehung nicht materiellen Veränderungen des Wieklich oder der Herzklappen verdanken, wie die wirklichen Klappengeräusche, sondern welche allein entweder durch nervöse Störungen des Herzens oder durch Veränderungen in der Menge oder in der Zusammensetzung des Blutes bedingt sind. Man findet dieselben am häufigsten bei allen Arten der Blutarmut, bei Bleichsucht und bei nach und andauerndem 2— Sie bleiben selbst nach längerer Dauer ohne Einfluß auf die Cirkulation und verschwinden schließlich mit der Heilung der Grundkrankheit. [morphosen (s. d.).
Brockhaus’ Conversations-Lexikon. Allgemeine deutsche Real-Encyklopädie13. Aufl., Leipzig: Brockhaus 1882–1887 · Bd. 1, S. 200Scan: Polnische Nationalbibliothek (Polona) · gemeinfrei