Alacoque (Marguerite), die 59 get des Kultus zum «Heiligen Herzen Jesuy (s. d.), geb. 22. Juli 16⁴4⁷ 2 Lauthecour bei Autun als die Tochter eines Advokaten, wurde nach dem frühzeitigen Tode ihres Vaters (1655) in dem Kloster von der Heimsuchung Mariä 0 Charolles erzogen, schrieb die Heilung einer Lähmung, die sie sich hier zugezogen, der Fürbitte der Heiligen Jungfrau zu, widmete sich seitdem einer strengen Ascese, trat 1671 als Nonne in das Visitandinen⸗(Salesianerinnen⸗) Kloster zu Paray-le-Monial und gab sich dort nach der Heiligen Jungfrau den Namen Marie, unter welchem sie meist genannt wird. In ihrer Verzückung schrieb sie die mystische Schrift La dévotion au cœur de Jésus o, welche 1698 vom Pater Croiset veröffentlicht und die Veranlassung zur Gründung des Kultus zum Heiligen Herzen Jesu wurde, der schon damals von den Jesuiten verbreitet und in neuerer Zeit von ihnen wieder vielfach zu polit. und klerikalen Agitationen benutzt ward. Sie starb 17. Okt. 1690 und wurde 1864 von Papst Pius IX. selig gesprochen. Vgl. Languet, La vie de la vénérable meère Marguerite Marien (Par. 1729); Wenzelburger, «Maria A. und das Heilige Herzo (Unsere Zeito, 1873, I0.