Albania hieß bei den Alten die östlichste der südlich vom Kaukasus zwischen dem Schwarzen Meere Pontus Euxinus) und dem Kaspischen Meere, nördlich von Armenien (gegen welches der Fluß Kyros [Kur! die Grenze bildete) gelegenen Landschaften. Die Bewohner dieser ungefähr dem heutigen Schirwan nebst dem südl. Daghestan eatiprechenden Landschaft werden von den Alten als Leute von sehr einfachen Sitten und ehrlichem Charakter, als treffliche Bogenschützen und Reiter geschildert. Sie waren großenteils Nomaden, wahrscheinlich turanischen Stammes. Eine histor. Rolle haben sie nur vorübergehend gespielt zur Zeit des Feldzugs des Pompejus gegen Armenien (65 v. Chr.), wo die als ein Bund von 12 Stämmen mit eigenen erblichen Fürsten unter einem Oberkönig organisierte Landschaft vorübergehend zur Anerkennung der röm. Oberherrs 6. genötigt wurde.