Albe (lat., alba tunica in der Kirchensprache) be⸗ — das unterste Amtsgewand des celebrierenen Priesters der alten, der heutigen kath. und der anglikan. — • Es besteht aus weißer Leinwand, bei höhern Geistlichen aus durchsichtigem, mit Spitzen besetztem, weißem Gewebe und hängt faltig bis auf die Fnati Darüber werden die Stola, die Tunika, Dalmatika u. s. w. getragen. Zum Ornate der deutschen Kaiser, welcher die nur wenig modifizierte altbyzant. Hofgalatracht war, gehörte ebenfalls die A. Auch die weißen Gewänder der Neugetauften, in denen sie acht Tage einhergehen mußten, 06 in der ältern christl. Kirche diesen Namen. ie wurden am Sonntage nach Ostern abgelegt, daher 5 derselbe Dominica in albis (der Weiße Sonntag), die Katechumenen Albati. Albêdo (die Weiße) nennt man in der Photometrie das Verhältnis der Stärke der von einer Fläche zerstreut zurückgeworfenen Lichtstrahlen zu jener der auffallenden. Die A. hängt von der Beschaffenheit der lichtzerstreuenden Fläche ab; sie beträgt für schönes weißes Schreibpapier 0,70, für frischgefallenen Schnee 0,7s, für weißen Sandstein 0,24. Die regelmäßig reflektierte, also eRegicht Lichtstrahlung wird bei der Ermittelung der A. nicht loser rich Die A. bezieht sich auf die Diffusion farboser Lichtstrahlen an weißen Gegenständen; ähnlich müßte man z. B. von der beleuchteie der Röte u. s. w. sprechen, wenn die beleuchtete Fläche nur rote Strahlen diffus zurückwerfen würde und man durch Bruchteile das Verhältnis der zerstreuten zu den auffallenden roten Strahlen angeben wollte.