Albis, ein schmaler, etwa 24 km langer Bergzug im schweiz. Kanton dieset auf der Westseite des Eihl aerren und von diesem durch das Thal der ihl getrennt, erstreckt sich von der Sihlbrugg (532 m) an der Grenze von Zürich und Zug nordwestwärts bis an die Limmat. Das Gebirge, aus Süßwassermolasse und Nagelfluh bestehend, ist ziemlich stark bewaldet und gewährt herrliche Aussichten auf die Hochalpen. Zwei Straßen führen über dasselbe: die nördliche von Zürich nach dem Reppischthale; die südliche nach Zug, und zwar vom Dorfe Adlischwyl (8 km südlich von Zürich, an der Sihl) über den Weiler Unteralbis zu dem auf der Paß-Umnn einzeln stehenden Wirtshause Oberalbis, dann hinab, an dem kleinen Türlersee vorbei, nach Hausen, in dessen Nähe die 1839 angelegte Kaltwasserheilanstalt Albisbrunn liegt, und weiter über das durch Zwinglis Tod bekannte Dorf Kappel (s. d.) nach Baar und Zug. Längs der Albiskette zieht sich auf der Westseite die Eisenbahnlinie Zürich-Zug-Luzern hin. Der bekannteste Gipfel des A. ist der am nördl. Ende der Kette gelegene Uto oder ütliberg, 873 m, der die prächtigste Aussicht in der ganzen nördl. Schweiz gewährt. Das auf demselben stehende Restaurant Utokulm, im Nov. 1878 ganz abgebrannt und seither neu aufgebaut, liegt O,5 Km südlich von dem großen Utogasthof und der Endstation der ütlibergbahn, die 9,2 km lang, mit einer Durchschnittssteigung von 4,3 und einer Maximalsteigung von 7 Proz. von Zürich aus zur Höhe des Uto hinansteigt. Einen der herrlichsten und umfassendsten Rundblicke der dortigen Gegend hat man auch von dem erwähnten Oberalbis sowie von der wenig davon entfernten, 880 m hohen Albishochwacht (Schnabel). Der höchste Gipfel des A. ist der westlich von Horgen (s. d.) sich erhebende Bürglenstutz (918 m). Vgl. Imfeld, 4Gebirgsansicht auf dem ütliberg bei Züriche (Zür. 1877).