Albit nennt man einen im triklinen Systeme krystallisierenden Feldspat (s. d.), welcher einer oft vielfach repetierten Zwillingsbildung nach der Brachypinakoidfläche unterworfen ist, weshalb auf der besten Spaltungsfläche ein ein-oder ausspringentehende Figur). emisch ist er ein ——— Silikat von Thonerde und Natron Krystalle von A. findet man am St. ö Gotthard, in der Dauphiné, im Zillerthale u. s. w. Der A. bildet nur selten (N einen Gemengteil von Gesteinen, so bei gewissen Dioriten und krystallinischen Schiefern, vielleicht auch bei einigen Graniten; er kann wie der Feldspat zur Porzellanfabrikation verwendetwerden. lboin, der Begründer des Longobardenreichs in Italien, glänzte schon als Jüngling in den Kriegszügen seines Vaters, des Longobardenkönigs Audoin, durch kühne Thaten. Die Volksüberlieferung, wie sie der Geschichtschreiber Sohn Diaconus aufbewahrt hat, läßt ihn den Sohn des Gepidenkönigs Turisind in der Schlacht erlegen und sich dann gleichwohl in dessen Lager wagen, um von seiner Hand das Schwert zu empfangen. Nachdem A. in Pannonien, wo damals die Longobarden wohnten, zur Herrschaft gelangt war, schloß er ein Bündnis mit den Avaren gegen den Gepidenkönig Kunimund und brachte diesem 566 eine entscheidende Niederlage bei. Kunimund selbst mit den Tapfersten seines Volks blieb auf der Walstatt; sein Land teilten die Longobarden und Avaren unter sich. Die schöne Tochter Kunimunds, Rosamunde, mußte in ihre Vermählung mit A. willigen. Nachdem A. sein Land den Avaren überlassen und sich durch 20000 Sachsen verstärkt hatte, entschloß er sich 568 nach dem seinem Volke schon durch frühere Kriegszüge bekannten Italien überzusiedeln, wie erzählt wird, von Narses, dem kaiserl. Exarchen oder Statthalter, veranlaßt, welcher sich dadurch für seine Abberufung rächen wollte. Narses' Nachfolger, Longinus, besaß weder Kraft noch Mittel zu ernstlichem Widerstande, und schnell bemächtigte sich A. der meisten Städte Oberitaliens. Nur Mailand wehrte sich tapfer, und das feste Pavia fiel erst nach dreijähriger Belagerung durch Hunger (572). Letzteres erhob A. zur Hauptstadt seines Reichs, welches das ganze obere Italien, außer Venedig, Ravenna und den Küstenstädten Liguriens umfaßte. Doch schon 573 fiel er der Rachsucht seiner Gemahlin zum Opfer. Diese soll einst von A. bei einem Gastmahle gezwungen worden sein, aus 4 Schädel zu trinken, welchen er aus ihres Vaters Schädel hatte fertigen lassen. Empört hierüber, verband sich Rosamunde mit ihrem Buhlen Helmigis, des Königs Schildträger, und einem riesenstarken Krieger, Peredeus, die den A. im Schlafe ermordeten. Rosamunde hatte gehofft, dem Helmigis die Krone verschaffen zu können, aber die longobard. Edeln erhoben sich gegen sie und forderten ihre Bestrafung. Sie floh darauf mit ihrer Tochter und den Genossen des Frevels zu Longinus nach Ravenna, welcher sich, durch ihre Reize und Schätze gewonnen, mit ihr vermählen wollte. Als sie jedoch dem Helmigis, um sich seiner zu entledigen, einen Gifttrank reichte, zwang sie dieser, die Wirkung spürend, selbst den Rest zu trinken. A. und seine gewählten Nachfolger waren Arianer und ihre Herrschaft auch deshalb drückend, weil sie vielfach den röm. Unterthanen Grund und Boden wegnahmen zur Ausstattung des eigenen Volks, besonders im Nordosten. (S. Longobarden.)