Albrechtsorden, ein zum Andenken an den Stammvater der Albertinischen Linie des Hauses Sachsen, den Herzog Albrecht den Beherzten 31. Dez. 1850 gestifteter Orden im Königreich Sachsen, welcher zur Verleihung an Personen (Inländer wie Ausländer) bestimmt ist, die dem Staate nützliche istensch geleistet, sich durch bürgerliche Tugend, Wissenschaft, Kunst oder sonst ausgezeichnet oder einen Anspruch auf die Erkenntlichkeit des Regenten erworben haben. Der Orden ist in fünf Klassen geteilt: Großkreuze, Komture erster und zweiter Klasse, Ritter und Kleinkreuze, wozu noch die Inhaber der goldenen und silbernen Medaille kommen. Die Ordensstatuten haben unter dem 9. Dez. 1870 einen Nachtrag erhalten. Das Ordenszeichen besteht für die vier ersten Klassen aus einem goldenen, länglichen, nach außen breiter ausladenden, weiß emaillierten Kreuze mit schmaler goldener santde amt und einem weiß emaillierten Mittelschilde, auf dessen Vorderseite das Bildnis des Herzogs Albrecht von Gold in erhabener Arbeit in einem dasselbe umgebenden blau emaillierten Rande sich befindet, in welchem die Worte Albertus animosus v angebracht sind. Das Kleinkreuz ist von Silber. Das Ordensband ist grün, mit zwei weißen Wirdder der Länge nach durchzogen. Seit 1866 wird der A. auch mit einer Kriegsdekoration (zwei gekreuzten Schwertern) verliehen. — Im Herzogtum Anhalt besteht ein Hausorden Albrechts des Bären, der 18. Nov. 1836 von den damaligen drei regierenden Herzögen zur Belohnung von Tugend, Verdienst, Anhänglichkeit, Talent und Amtstreue gestiftet wurde und in drei Klassen (Großkreuze, Komture erster und zweiter Klasse und Ritter erster und zweiter Klasse) zerfällt. Das Ordenszeichen besteht aus einem in Gold oder Silber ausgeprägten Bären mit Krone und Halsband, welcher auf einer mit Zinnen und Pforte versehenen schrägen Mauer nach der linken Seite aufsteigt, umgeben von einem ovalen Reifen mit der Umschrift: Fürchte Gott und befolge seine Befehle. Das Ordensband ist grün, mit zwei breiten ponceauroten Streifen eingefaßt.