FeedAlexisbad
ErdkundeBrockhaus 1882

Alexisbad, einer der reichhaltigsten Eisenbrunnen Deutschlands, am südöstl. Abhange des Unterharzes, im reizenden Thale der Selke, 315 müber dem Meere, im anhalt. Kreise Ballenstedt, wurde 1810 auf Kosten des Herzogs Alexius Friedrich Christian von Anhalt-Bernburg als Badeort einerichtet, gehörte seit 1873 einer Aktiengesellschaft, seit 1879 aber dem Eisenhüttenbesitzer T. Wenzel zu lunen Peuutht Die Umgebung ist zu schönen Anlagen benutzt. In der Nähe liegt der 569 m hohe Rammberg oder die Viktors höhe mit einem Aussichtsturme. A. hat zwei Quellen: den Selkebrunnen, auch Badequelle genannt, welcher keine kohlensanren Salze und fast keine freie Kohlensäure, dagegen viel Chloreisen und schwefelsaures Eisen enthält und seiner stark adstringierenden Wirkung wegen nur zum Baden benutzt wird, und den Alexis⸗ oder Trinkbrunnen, einen erdig-salinischen Säuerling mit kohlensaurem Eisen, der ausschließlich zum Trinken verwendet und viel versendet wird. A. wird besonders gegen Bleichsucht, Leukorrhöen und andere Frauenkrankheiten empfohlen. In neuerer Zeit Dde auch nin.in en zu Sol⸗, Fichtennadel⸗ und ellenbädern, Molken-, Milch⸗ und Kräutersaftkuren getroffen worden. Vgl. Schauer, «Die Blutarmut und Bleichsucht als Heilobjekte für Stahlquellen, mit besonderer Rücksicht auf die Kur in A.» (Dessau 1869); Rahn, «Alexisbady (Quedlinb. 1870); derselbe,Balneotherapies (Sangerh. 1874).

Brockhaus’ Conversations-Lexikon. Allgemeine deutsche Real-Encyklopädie13. Aufl., Leipzig: Brockhaus 1882–1887 · Bd. 1, S. 393Scan: Polnische Nationalbibliothek (Polona) · gemeinfrei

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