Johanurspan, s. Strauchapfel. ohannisbad, Wildbad und Luftkurort im Riesengebirge, Marktflecken im böhm. Bezirk Trautenau, 2. km von der Station Freiheit (Zweigbahn der osterreichischen Nordwestbahn, Anschluß in Trautenau) entfernt, Poststation und (während der Saison) Telegraphenstation, liegt anmutig in einer Meereshöhe von 580—630 meam Südabhange des 1299 mhohen Schwarzenbergs. Die Quelle des seit zwei Jahrhunderten bestehenden Bades ist eine 29•C. warme Akratotherme (von mineralischen Bestandteilen freies Wasser, wie Gastein, Wildbad u. a.) und wird besonders gegen Nervenleiden, beginnende Rückenmarksleiden, rheumat. Affektionen, Frauenkrankheiten und Lähmungszustände empfohlen. Zur Trinkkur dient auch die Thermalquelle und eine zu den alkalisch-salinischen Eisensäuerlingen gehörige Eisenquelle. J. wurde 1883 von 2344 Kurgästen besucht. Der Ort, in dem sich auch während der Saifon ein Mineralwasserlager und eine Ziegenmoltenbereitungsanstalt befinden, zählt 75 Häuser mit 280 seßhaften E., ist von ausgedehnten Nadel⸗ (Fichten)Waldungen umgeben und bildet einen bequemen Ausgangspunkt zu mehrern der Glanzpartien des Riesengebirges. Vgl. Pauer, «J. im Riesengebirger (neueste Aufl., Wien 1880). ö