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ErdkundeBrockhaus 1882

Algonkin, eine Völkerfamilie der nordamerik. Indianer, welche den größten Teil der gegenwärtigen Vereinigten Staaten bewohnte. Das Gebiet derselben reichte im NW. bis an den Shan und Laim N. bis an die Hudsons⸗ und Jamesbai und Labrador, im O. ans Meer bis gegen Kap Hatteras, im S. bis gegen den Cumberlandfluß und im W. bis gegen den Oregon und Mount-Hooker. Von diesem Gebiete ist aber ein ansehnliches Stück, vom Lorenzstrom aufwärts bis an den Huron⸗, Ontario- und Eriesee, auszuscheiden, welches von den stammfremden Irokesen bewohnt wurde. Zu den A. gehören speziell die Abenaki, zu denen die Penobscot am gleichnamigen Flusse, die Passamaquoddi oder Mareschit in Maine und die Mikmak auf Neubraunschweig, Neuschottland und seit dem Ende des 18. Jahrh. auf Neufundland zu zählen sind, die Cree (Knistino) an der James⸗ und Hudsonsbai und am Winipegsee, die Ojibway am der Gegend des heutigen Chicago, die Schwarzfüße (Glackfeet) im äußersten Nordwesten und andere Stämme. Den Osten der heutigen Union bewohnte zum größten Teil das Volk der Lenni-Lennape oder Delawaren, zu welchem auch die Mohikan (Mohegan) in der Gegend des heutigen Neuyork, die Susquehannock im Westen des heutigen Baltimore, die Illinois und andere Stämme gehörten. Gegenwärtig existieren bloß die nördl. und westl. Stämme (die Mikmak, Cree, Schwarzfüße u. a.), während die Stämme in den eigentlichen Unionstaaten teils ganz verschwunden, teils auf wenige Familien reduziert sind. Die Sprachen sämtlicher

Brockhaus’ Conversations-Lexikon. Allgemeine deutsche Real-Encyklopädie13. Aufl., Leipzig: Brockhaus 1882–1887 · Bd. 1, S. 414Scan: Polnische Nationalbibliothek (Polona) · gemeinfrei

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