Alibunär (d. i. «die Quelle oder der Brunnen des Aliv), Marktflecken am gleichnamigen Moraste im ungar. Komitat Torontal, zählt (1880) 4050 serb., walach. und deutsche E.; die Moräste liefern zahlreiche Blutegel und Schildkröten, mit denen lebhafter Handel getrieben wird. — Der Alibunärer Morast, durch das schwache Gefäll der Temes, Berzawa und deren Nebenflüsse entstanden, war früher viel größer und stand mit den Morästen von Illancs und Versecz in Verbindung, ist aber jetzt durch Kanäle fast trocken gelegt. Südlich schließt sich an ihn die Alibunärer Sandsteppe, auch Bielo Berdo genannt, an.
Brockhaus’ Conversations-Lexikon. Allgemeine deutsche Real-Encyklopädie13. Aufl., Leipzig: Brockhaus 1882–1887 · Bd. 1, S. 418Scan: Polnische Nationalbibliothek (Polona) · gemeinfrei