FeedAlvinczy Gos. Freiherr von Barberek)
GeschichteBrockhaus 1882

Alvinczy Gos. Freiherr von Barberek), österr. eldmarschall, geb. 1. Febr. 1735 21 dem Schlosse Alvincz in Siebenbürgen, trat im Alter von 15 J. in ein in Kriege als. Hat zeichnete sich im Siebenjährigen Kriege als Hauptmann und Major aus und avancierte zum Obersten und Inhaber des 29. Infanterieregiments, als welcher er sich 1779 bei dem überfall von Habelschwerdt hervorthat. Joseph II. ernannte ihn zum Generalmajor und wählte ihn auch zum taktischen Lehrer des nachmaligen Kaisers Franz II. Unter Loudon beteiligte sich A. am Feldzuge gegen die Türken, während dessen er 1789 zum Feldmarschalllieutenant avancierte, obgleich der Sturm auf Belgrad, den er atchit über dieg Im J. 1790 übernahm er den Befehl über die gegen den belg. Aufstand gerichteten Streitkräfte, befehligte 1792—93 eine Division und zeichnete sich in der Schlacht bei Neerwinden aus. Er wurde dem Herzog von Vork zu Hilfe geschickt, ließ sich jedoch 7. Sept. 1793 bei Hondschooten schlagen. bes Feldzuge von 1794 führte er ein anderes groes Hilfskorps und wurde zum Feldzeugmeister erhoben. Vor Charleroi unterstützte er den jungen Prinzen von Oranien und erhielt auf dem Schlachtfelde das Großkreuz des Maria-Theresia-Ordens. Im April 1795 übernahm A. das Oberkommando am Oberrhein, ward aber vor Beginn des Feldzugs von 1796 von Franz II. n Wien in den Hofkriegsrat berufen. Das Unglück der österr. Waffen führte ihn bald auf das Schlachtfeld zurück. Nachdem er in Tirol die zertrümmerte Armee Beaulieus und den 700 den geordnet, übernahm er im Spätherbst 1796 den Oberbefehl über das Heer in Italien, um den in Mantua eingeschlossenen Wurmser zu entsetzen. Nach den siegreichen Gefechten bei Scalda-Ferro, Bassano und Vicenza ward er von Bonaparte 15. bis 17. Nov. 1796 bei Arcole, 14. Jan. 1797 bei Rivoli gänzlich geschlagen. Der Kaiser rief ihn zurück und ernannte ihn zum Kommandierenden in Ungarn. A. erhielt noch 1808 den Titel eines Feldmarschalls und eine Herrschaft im Banat und starb 25. Nov. 1810 zu Ofen. Mit ihm erlosch die Familie A. von Barberek.

Brockhaus’ Conversations-Lexikon. Allgemeine deutsche Real-Encyklopädie13. Aufl., Leipzig: Brockhaus 1882–1887 · Bd. 1, S. 512Scan: Polnische Nationalbibliothek (Polona) · gemeinfrei

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