Ambrosianische Vibliothek nannte zu Chren des heil. Ambrosius, des Schutzpatrons von Mailand, der Kardinal Federico Borromeo die von ihm 1602 aufgestellte und 1609 dem Publikum zum allgemeinen Er Duch eöffnete Bibliothek zu Mailand, welche er durch Gelehrte, die er durch Europa, ja selbst nach Asien aussandte hatte aufkaufen lassen. Später gewann dieselbe außerordentlich, besonders durch die Erwerbung der Pinellischen Handschriften. Borromeo beabsichtigte, damit ein Kollegium von 16 Gelehrten zu verbinden, die, jeder in einem bestimmten — he, für die Bekanntmachung der mn beralend erke Sorge trügen und den Fremden beratend 1 Seite stünden. Doch der Mangel an Fonds beschränkte dieses Kollegium auf nur einige Mitglieder, die den Titel Doctores bibliothecae Ambrosianae führten. Die Bibliothek enthält gegenwärtig durch weitere Ankäufe und Vermächtnisse gegen 160000 gedruckte Bücher und 8000 Handschriften. Zu den vielen Seltenheiten derselben gehört, außer den von Mai, Castiglione und Mazzucchelli bekannt gemachten Palimpsesten, ein Virgil, in welchem Fetrarca die Notiz über das erste Begegnen Lauras einschrieb. Mit der Bibliothek steht eine Galerie von en vonWiet in Verbindung, welche neben Gemälden von Brueghel, Barocci, Luini und Albrecht Dürer den Karton von Rafaels Schule von Athen und die Studien von Leonardo da Vinci sowie die frühern Kopien von dessen Abendmahl bewahrt. Von den 12 Bänden mit Schriften von der Hand des Leonardo da Vinci, die der patriotische Galeazzo Arconato hierher schenkte, ist nur noch ein einziger, aber in Hinsicht der Zeichnungen der interessanteste, anischerei die andern sind in Paris.