Amélie-les-Bains, Badeort im franz. Depart. Ostpyrenäen, 10 km westlich von Céret, an der Mündung des Mondony in den Tech, in 243 m Höhe. Die 43—61,5 C. warmen Schwefelquellen werden zum Trinken, Baden, Douchen und Inhalieren gebraucht und besonders gegen ronische Rheumatismen, Gicht, Kehlkopfkatarrh, chronische Bronchitis u. s. w. empfohlen. Wegen seiner geschützten Lage ist A. auch als klimatischer Kurort und Winteraufenthalt für Lungenleidende blutarme Frauen und skrofulöse Kinder in Aufnahme gekommen. Von den alten röm. Thermen sind noch zahlreiche Reste vorhanden, namentlich ein Lavacrum. Die Thermes Pujade befinden sich am Fuße des 224 m hohen steilen Partgen es der Serrat d'en Merle, und die großartigen Y ilitärbäder am rechten Walit zu welchen eine schöne Brücke und ein Viadukt führen. Das Thal von Manjolet ist in einen Park verwandelt. A. hieß ehemals Arles ⸗les-Bains erhielt aber nach dem o10 Ph der Königin Marie Amelie, Gemahlin Ludwig Philipps, 1840 seinen heutigen Namen.