Amman (Joh. Konr.), ein um den Taubstummenunterricht verdienter Arzt, geb. 1669 zu Schaffhausen, studierte zu Basel und ließ sich als Arzt und Taubstummen-Sprachlehrer in Amsterdam nieder. Später privatisierte er auf seinem bei Leiden gelegenen Landgute Warmond, wo er 1724 starb. Großes Verdienst erwarb er sich durch die beiden Schriften: „Surdus loquenso (Amsterd. 1692; englisch 1694; deutsch, Prenzlau 1747; von Graßhoff, Berl. 1828) und Dissertatio de loquelap (Amsterd. 1700), die spätern Taubstummenlehrern, namentlich Heinicke (s. d.), als Grundlage ihrer Bestrebungen dienten.
Brockhaus’ Conversations-Lexikon. Allgemeine deutsche Real-Encyklopädie13. Aufl., Leipzig: Brockhaus 1882–1887 · Bd. 1, S. 556Scan: Polnische Nationalbibliothek (Polona) · gemeinfrei