FeedAbd-ul-Latif
HeilkundeBrockhaus 1882

Abd-ul-Latif, arab. Gelehrter, geb. 1162 zu Bagdad, begab sich nach sorgfältigen Studien in den verschiedenen Zweigen Salhedin di Wissens nach Damaskus, wo Sultan Saladdin die berühmtesten Gelehrten seiner Zeit um sich versammelte. Von diesem unterstützt, Heug er nach Kairo, wo er die Bekanntschaft des berühmten jüd. Gelehrten Maimonides machte und sich, wie später wieder in Damaskus, Jerusalem und .½ vorzugsweise dem Studium der Medizin widmete. Auf einer Wallfahrt nach Mekka starb er 8. Nov. 1231 in Bagdad. A. war ein sehr fruchtbarer Trit Tfecauf den Gebieten der Grammatik, Rhetorik, Theologie, Jurisprudenz und Medizin. Mehr als die Hälfte der 136 Schriften, welche sein Biograph Ibn-Abi-Oseiba von ihm aufzählt, sind der Medizin gewidmet. Sein bekanntestes Werk ist eine Beschreibung von Agypten, in welchem er sich als ein sehr unterrichteter, „Brobachfer rt wenn auch nicht immer kritischer Beobachter Wiat⸗ das aber nur ein Auszug aus einem größern Werke ist. Diese Schrift wurde von dem Engländer White ((Abdollatiphi historiae Aegypti compendium »„ Oxf. 1800) arabisch und lateinisch herausgegeben und hat durch Silvestre de Sgey eine musterhafte Bearbeitung (KKRelation de I'Egyptey, Par. 1810) erhalten. Der Abschnitt aus Ibn-Abi-Oseibas 4 Geschichte der Arztey, welcher über A. beri tet, wurde von Monsley (Orf. 1808) herausgegeben.

Brockhaus’ Conversations-Lexikon. Allgemeine deutsche Real-Encyklopädie13. Aufl., Leipzig: Brockhaus 1882–1887 · Bd. 1, S. 28Scan: Polnische Nationalbibliothek (Polona) · gemeinfrei

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