Angkor, auch Ongkor, Name von ausgebreiteten, überaus großartigen Ruinenstätten im hinterind. Reiche Kambodscha, unweit der Grenze gegen Siam, nördlich von der Stadt Siemrab an dem See Talesab gelegen, aus welchem besonders der Nakhon-Vat genannte, nur teilweise Ruine gewordene Tempel hervorragt, ein noch jetzt besuchter buddhistischer Wall ahrtsort mit einer Menge von Statuen und Reliefs sowie 563 Brah-Inschriften, die sämtlich den Mythen des Brahmaismus entlehnt sind. Nakhon-Tom ist die kolossale Ruinenstätte der alten Hauptstadt des Landes, nebst dem Nakhon-Vat das bestimmteste Zeugnis für die hohe Civilisation dieses Landes in einer vorhistor. Zeitperiode. Vgl. Bastian „Die Völker des östl. Asienv, Bd. 4, Reise durch Kambodscha nach Cochinchinaz (Jena 1867)). Auglaise (frz.), engl. country-dance, ist ein Tanz von lebhaftem Charakter und leichter Bewegung, bald in 7½. , bald in /4-Takt. Er verdankt Hch Entstehen dem franz. Rigaudon, ist aber allmählich einfacher geworden und jetzt fast ganz außer Gebrauch. A. nennt man aber auch den Charaktertanz, den die franz. Tanzkunst aus Zügen des engl. Nationaltanzes zusammengestellt hat. Derselbe wird von einem einzelnen Tänzer in der Tracht eines Seeoffiziers mit einer Gerte in der Hand getanzt, die der Tanzende in mannigfacher Weise hält und balanciert. Die Tanzschritte sind zum /Takt marschartig, kurz und kräftig.