FeedAngström (Anders Jonas)
ErdkundeBrockhaus 1882

Angström (Anders Jonas), schwed. em Gifem scher, geb. 13. Aug. 1814 zu Lödgö, einem Eisenwerke in der Provinz Medelpad im schwed. Län Westernorrland, studierte seit 1833 in Upsala Naturwissenschaft, erhielt 1842 eine Berufung zum Adjunkten bei der stockholmer Sternwarte, siedelte aber 1843 wieder nach Upsala über, übernahm dort die Stellung eines Astronomie-Observators und vertauschte dieselbe 1858 mit der Professur der Physik. Er starb 21. Juni 1874. In seiner Abhandlung «Optiska Undersökningaro (Stockh. 1853) lenkte A. zuerst die Aufmerksamkeit auf das Gesetz, welches der Spektralanalyse hauptsächlich zu Grunde liegt. Er wies nach, daß die leuchtenden Linien im Spektrum des elektrischen Funkens teils von den Lasladnn Gasen der Metalle, zwischen welchen die Ausladung geschieht, teils von den Gasen, welche vom Funken durchschritten werden, herrühren. Ungefähr zu derselben Zeit gab A. eine Erklärung über die Fraunhoferschen Linien im Sonnenspektrum, obgleich er aus seiner Entdeckung keine Konseguenzen zog. Sein Hauptwerk hierüber sind die „Recherches sur le spectre solaires (Upsala 1868). Außerdem sind hervorzuheben: «Om de monoklinoedriska kristallernas molekulära konstantero (Stockh. 1859), «Sur les spectres des gas simplesv (Upsala 1871), Mémoire sur la température de la terre (Upsala 1871).

Brockhaus’ Conversations-Lexikon. Allgemeine deutsche Real-Encyklopädie13. Aufl., Leipzig: Brockhaus 1882–1887 · Bd. 1, S. 657Scan: Polnische Nationalbibliothek (Polona) · gemeinfrei

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