Anna, die Heilige, nach der Tradition die Frau des heil. Joachim und Mutter der Jungfrau Maria, welche von ihr nach 20jähriger Unfruchtbarkeit geboren wurde. Ihre Verehrung wird zuerst bei Gregor von Nyssa und Epiphanios im 4. Jahrh. erwähnt, aber schon im 8. Jahrh. ziemlich allgemein. Ihre Gebeine sollen 710 von Palästina nach Konstantinopel übergeführt worden sein. Die röm. Kirche feiert ihr Fest, den Annentag, 26. Juli, die griechische 9. Dez. Der heiligen A. zu Ehren bildete sich die Sankt Annenbrüderschaft oder die Annenbrüder, die bereits im 13. Jahrh., wie es scheint, vorhanden, zur Zeit der Reformation aber durch die Jesuiten neu organisiert wurde und nur solche aufnahm, welche sich als echte Katholiken auswiesen. Der Orden hatte vorzüglich auch im Meißnischen Eingang gefunden, bestand an einigen Orten Deutschlands bis 1803 und wurde später in Bayern und der kath. Schweiz wieder ins Leben gerufen. Nur beim Gottesdienste tragen die Annenbrüder öffentliche Abzeichen. Vgl. Wi-Königin von Großbritannien) 677⁷ lisch, Von der ehemaligen St. Annenbrüderschaftv (Annab. 1723).