Anosmie (grch.), Geruchlosigkeit, Mangel der Geruchsempfindung trotz der Gegenwart riechender Stoffe in der eingeatmeten Luft. Sie kann vom Fehlen oder Gelähmtsein der Geruchsnerven herrühren, aber auch von örtlichen Affektionen in der Nasenhöhle, z. B. Verstopfung derselben, Trocken-Conversations-Lexikon. 13. Aufl. I. heit ihrer Schleimhaut, krankhaften überzügen auf derselben, wie dies alles beim Katarrh der Nasenschleimhaut vorkommt. Im letztern Fall ist sie meist vorübergehend, im erstern dauernd und sogar oft angeboren. Auch die örtliche Anwendung mancher Arzneimittel, z. B. der Alaunlösung, kann A. zur Folge haben. Mit dem Geruch geht in der Regel auch der Geschmack mehr oder weniger verloren.
Brockhaus’ Conversations-Lexikon. Allgemeine deutsche Real-Encyklopädie13. Aufl., Leipzig: Brockhaus 1882–1887 · Bd. 1, S. 689Scan: Polnische Nationalbibliothek (Polona) · gemeinfrei