Antalkidas (Friede des). Als die Vernichtung der lacedämon. Flotte durch die persische unter Führung des Atheners Konon in der Schlacht bei Knidos (Anfang Aug. 394 v. Chr.) für Sparta zunächst den h der Seeherrs aft, sowie der gesamten asiat. Küsten⸗ und Inselstädte Gf Folge gehabt hatte, während andererseits der Erfolg der spartan. Waffen im Böotisch-Korinthischen Kriege trotz der Siege bei Korinth am Nemeabache und bei Koroneia, doch im ganzen nur ein geringer geblieben war, entschlossen 900 die Spartaner, ihre Politik zu ändern. Man hatte in Sparta erkannt, daß es auf die Dauer unmöglich sei, die Herrschaft über das griech. Festland und zugleich zur See und über die asiat. Griechen sowohl gegen Fosv⸗ als gegen die Koalition der Staaten von Nord⸗ und Mittelgriechenland zu behaupten. (S. Griechenland.)“ Man beschloß daher, die griech. Städte Hure Epar aufzuopfern, um womöglich mit pers. Hilfe Sparta zu der alten übermacht im europ. Griechenland wiederum zu erheben. Die Spartaner sandten den A., einen gewandten Diplomaten, an den Tiribazos, den pers. Vizekönig zu Sardes, um in dieser 2 bliehe zu unterhandeln. Die ersten Versuche (392) blieben ohne größern Erfolg; doch hatte A. wenigstens den Perser für das neue polit. Programm der Spartaner günstig gestimmt und die Thätigkeit des Konon für Athen verdächtigt. Einige Jahre später (388) wurde der Versuch von A., der inzwischen Nauarch der Spartaner in den asiat. Gewässern geworden, in Susa bei dem König Artaxerxes II. Mnemon erneuert, der damals gegen Athen gereizt war, weil dieses die Empörung des Euagoras auf 4Dabe unterstützt hatte. A., von Tiribazos in den Verhandlungen gefördert, erreichte jetzt die Annahme aller seiner Anträge und kehrte dann in Begleitung des Tiribazos nach Kleinasien zurück. Die durch den langen Krieg herbeigeführte Erschöpfung bestimmte nun die übrigen griech. Staaten, Gesandte nach Sardes zu schicken und aus dem Munde des Tiribazos den entscheidenden Willen des Königs zu vernehmen. Die Punkte, uber welche man sich hier in dem Antalkidischen Frieden einigte (Sommer 387), waren in der Hauptsache folgende: 1) die griech. Städte auf dem Festlande Kleinasiens und auf Cypern sollen unter der Herrschaft Persiens stehen; 2) alle andern griech. Städte, große und kleine, sollen autonom sein; 3) wer den Frieden nicht annimmt, dem wird von Persien und denen, die in die Vorschläge einwilligen, der Krieg erklärt. Die Garantie des Friedens übernahm der pers. König, der die Spartaner mit Vollstreckung desselben beauftragte. Das Schimpfliche dieses Friedens lag hauptsächlich darin, daß man die Stammverwandten in Kleinasien staatsrechtlich den Barbaren preisgab, und daß man auch in Hellas dem Perserkönig die Stelle eines höchsten Schiedsrichters einräumte. Die Herstellung aber der Autonomie aller, auch der Kleinstaaten in Griechenland machte es nun den Spartanern möglich, ihre Vorherrschaft in Griechenland von neuem