Antifriktionsmetall (frz. métal pour les collets, engl. antifriction-metal), in der Maschinentechnik die Bezeichnung für eine Reihe unter sich verwandter, meist nur dem Mischungsverhältnisse nach verschiedener Metallkompositionen, die in Berührung mit andern Metallen selbst unter bedeutendem Drucke äußerst geringen Reibungswiderstand zeigen und deshalb zur Herstellung von Zapfenlagern dienen, indem das flüssige Metall zwischen Zapfen und Lagerblock eingegossen wird. Die gebräuchlichsten derartigen Legierungen be9 201 aus: 76 Teilen Zink, 18 Teilen Zinn und 6 Teilen Kupfer; oder: 85 Teilen Zink, 10 Teilen Antimon und 5 Teilen Kupfer; oder: 39 Teilen Zinn, 52 Teilen Blei und 10 Teilen Antimon; oder: 80 Teilen Zinn und 20 Teilen Antimon; oder: 77 Teilen Zinn, 12,8 Teilen Antimon und 10,2 Teilen Kupfer; oder endlich: 80 Teilen Zink, 14,5 Teilen Zinn und 5,5 Teilen Kupfer. Mit der letztgenannten Komposition stimmt fast genau diejenige überein, welche man erhält, indem 32 Teile Kupfer, 15 Teile Zinn und 1 Teil Messing zusammengeschmolzen und sodann 2 Teile dieser Mischung mit 19 Teilen Zink und 3 Teilen Zinn verbunden werden. Die Härte der Legierungen wird in erster Linie durch den Kupfer-W derselben bedingt, während die Ehacße hsten Mischungen den Vorzug leichter Schmelzbarkeit haben. Durch die in der neuesten Zeit in den Handel gekommenen Carbonstifte (s. Carbon), welche, in die Lagerschalen eingesetzt, jedes Schmiermaterial für die Lager überflüssig machen, scheint die Anwendung der A. in Zukunft entbehrlich An werden.