FeedAntimongelb
NaturlehreBrockhaus 1882

Antimongelb, eine in der GOlmalerei angewendete schön gelbe Farbe, welche erhalten wird, indem man 240 Teile Schwefelantimon, 30 Teile Wismut und 640 Teile Kalisalpeter so lange schmilzt, als noch rote Dämpfe entweichen, und den mit Wasser ausgewaschenen Rückstand mit 8 Teilen Salmiak und 128 Teilen Bleiglätte verreibt. Antimonlegierungen. Antimon vereinigt sich beim Zusammenschmelzen mit fast allen Metallen, selbst mit den Metallen der Alkalien. Im allgemeinen sind die A. härter als die dem Antimon zugesetzten Metalle, bei hohem Antimongehalt werden sie spröde, meist von weißer Farbe. Die bekanntesten A. sind: Letternmetall (Blei und Antimon), Britanniametall (Zinn und Antimon), Lagermetall (Kupfer, Zinn und Antimon) u. a. Antimonkalium wird zur Darstellung organischer Antimonverbindungen verwandt; beide Metalle verbinden sich beim Erhitzen unter Feuererscheinung. Einfacher erhält man es, indem man ein Gemenge von 5 Teilen Weinstein und 4 Teilen Antimon bis zum Verkohlen des Weinsteins gelinde glüht und dann eine Stunde lang bei Aniali erhält, wobei das Antimonkalium als krystallinischer Regulus mit 12 Proz. Kaliumgehalt gewonnen wird. ungen). ntimonradikale entsprechen in vieler Beziehung den substituierten Ammoniak⸗ und Ammoniumverbindungen. Sie lassen sich auffassen als Ammoniake, in denen der Stickstoff durch Antimon und die Wass⸗ erstoffe durch —. ikale ersetzt sind, z. B. Antimontrimethyl 8b(CII3)3, Antimontetramethylchlorid 8b(CI3) CI, von denen das erstere dem Ammoniak, das zweite dem Salmiak entspricht. Doch treten hier auch Verbindungen auf,‚ welche in der Ammoniakreihe fehlen, z. B. Antimonmethyl-Autimonsäure, s. unter Antimon (Verbin⸗

Brockhaus’ Conversations-Lexikon. Allgemeine deutsche Real-Encyklopädie13. Aufl., Leipzig: Brockhaus 1882–1887 · Bd. 1, S. 721Scan: Polnische Nationalbibliothek (Polona) · gemeinfrei

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