Apel (Joh. Aug.), Dichter und Metriker, geb. 17. Sept. 1771 zu Leipzig, wo sein Vater Bürgermeister war, studierte seit 1789 in seiner Vaterstadt und dann zu Wittenberg die Rechte, Naturwissenschaften und Philosophie, wurde 1795 Doktor der Rechte, später Ratsherr in Leipzig und starb daselbst 9. Aug. 1816. Als trefflicher Erzä ler lieferte er in das seinerzeit vielgelesene «Gespensterbuch v (2 Bde., Lpz. 1810 u. 1811) eine Reihe Novellen, von denen „Der Freischützv (besonderer Abdruck Lpz. 1823) und «Das stille Kind » die besten sind. Seine Tragödien Polyidos v, Die Aitolier v und „Kallirrhoe5, Ergebnisse seines Studiums über die antike Tragödie im Gegensatz zur modernen Tragik, sind ohne dichterischen Wert. Bleibenden Wert besitzt seine Metrik' (2 Bde., Lpz. 1814 16; neue Aufl. 1834). — Guido Theodor A., Sohn des vorigen, geb. 10. Mai 1811 zu Leipzig, studierte zu Leipzig und Heidelberg die Rechtswissenschaften. Infolge eines unglücklichen Sturzes auf den interkopf seit Okt. 1836 fast vollständig erblindet, lebte er seitdem meist in seiner Vaterstadt, wo er in der Nacht vom 25. zum 26. Nov. 1867 starb. Außer durch seine (Gedichte (2. Aufl., Lpz. 1848) und einige andere Arbeiten in Poesie und Prosa hat er sich besonders durch eine Reihe Dramatischer Werker (gesammelt, 2 Bde., Lpz. 1856—57) bekannt gemacht. Unter denselben fand namentlich das zuerst im Okt. 1852 zu Dresden aufgeführte Nähkäthcheno Beifall. Außerdem veröffentlichte A. Die Schlacht bei Möckern 16. Okt. 18135 (Lpz. 1850), einen Führer auf die Schlachtfelder Leipzigsv (Lpz. 1863), dessen Erscheinen eine auf seine eigenen Kosten veranstaltete sorgfältige Markierung des Schlachtfeldes durch 41 Denksteine vorausgegangen war, und Tabellarische Zusammenstellung der Kriegsereignisse bei Leipzig im Okt. 18135 (Cpz. 1866).