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Bildende KunstBrockhaus 1882

Apeldoorn, Pfarrdorf im Gerichtsbezirk Arn-Ichv der niederländ. Provinz Geldern, 28 km nördich von Arnheim, an der 1— n, ist Sitz eines Kantonalgerichts, hat zahlreiche aschinenpapierfabriken, Maroquinfabrikation, ein Kupferwerk und zählt (1876) 13 851 E. (mit Gemeindebezirk). Die Kirche enthält die Grabmäler der Gemahlin des Statthalters Wilhelm V. und des Admirals van Kinsbergen. In der Nähe befindet sich das schöne Lustschloß Loo, ein her behbulesen des Königs. Altertums, der Sohn des Pytheas, ward in Kolo59 r dort ode sein Hauptaufenthalt war Ephesos; ob er dort oder auf der Insel Kos —— ist, läßt sich nicht bestimmen. Seine Blüte gehört der zweiten Hälfte des 4. Jahrh. v. Chr. an. Die erste künst-Gphei Bildung erhielt er in der ion. Schule zu Ephesos, die sich durch Weichheit und zartes Kolorit auszeichnete; später ging er nach Sikyon in die Schule des Pamphilos und Maler sich hier zugleich die Vorzüge der sikyon. Malerei an, die in strenger HWoltheraeia und Korrektheit bestanden. Indem er solchergestalt die den M. der beiden ausgezeichnetsten Schulen der griech. alerei vereinigte, 250. er beide durch diejenige Eigenschaft, in der ihm das gesamte Altertum den Balt uerkannte, durch die Grazie, zur höchsten Vollendung. Zu Philipps Zeiten begab er sich nach Pella in Macedonien, und dort begründete sich wahrscheinlich das vertraute Verhältnis zwischen ihm und Alexander d. Gr., welches zu vielen, freilich unbeglaubigten, Anekdoten Anlaß gegeben hat. Die eigentümliche Richtung des A. trat besonders glänzend in seinen Darstellungen der Aphrodite, der Charis und anderer jugendlicher Göttinnen hervor. Besonders gefeiert war sein Bild der Aphrodite Anadyomene, auftauchend aus den Fluten des Meers und sich die träufelnden Haare auswindend, und das der Artemis und ihres schwärmenden Jagdgefolgs. Auch einzelne allegorische Bilder von ihm werden erwähnt. Doch bewies er sich auch in heroischen Darstellungen, namentlich in ideal aufgefaßten Bildnissen ausgezeichnet. Er vornehmlich war der Maler Alexanders d. Gr. und seiner großen Feldherren. Hochberühmt war namentlich das Bild Alexanders im Tempel der Diana zu Ephesos, den König mit dem Blitze in der Hand darstellend. Auf dieses Bild bezieht sich das Wort Alexanders d. Gr., daß es nur zwei Alexander gebe, den Sohn Philipps, den UnüÜberwindlichen, und den Alexander des A., den Unnachahmlichen. Vgl. H. Houssaye, «Histoire d'Apelles (Par. 1867); Wustmann, «A.“ Leben und Werke (Lpz. 1870).

Brockhaus’ Conversations-Lexikon. Allgemeine deutsche Real-Encyklopädie13. Aufl., Leipzig: Brockhaus 1882–1887 · Bd. 1, S. 749Scan: Polnische Nationalbibliothek (Polona) · gemeinfrei

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