FeedAbel (Jak. Friedr. von)
Literatur & SpracheBrockhaus 1882

Abel (Jak. Friedr. von), philos. Schriftsteller, geb. 9. Mai 1751 zu Vaihingen an der Enz in Wurttemberg, erhielt seine Bildung in den Seminaren zu Denkendorf und Maulbronn, später zu Tübingen. Schon im 21. Jahre wurde er zum Professor der Philosophie an der kurz zuvor auf dem Lustschloß Solitude errichteten Karlsakademie ernannt, und war hier einer der ersten, welche Schillers Genius erkannten und beschützten. Im J. 1775 siedelte er mit der Akademie selbst nach Stuttgart über, erhielt 1790 die Professur der praktischen mschie 1811 an der Universität Tübingen und vertauschte 1811 die akademische Wirksamkeit mit der Würde eines Prälaten und 4 erintendenten von Shringen, wodurch er zuglei itglied der Oberbehörde der evang. Kirche in Württemberg wurde. Diese letztere Stellung behielt er auch bei, als er 1823 zum Generalsuperintendenten in Urach, später in Stuttgart ernannt ward; er starb 7. Juli 1829 zu Schorndorf im Jagstkreise. Seine zahlreichen Schriften aus der frühern Periode seines Lebens behandeln verschiedene Teile der Philosophie, namentlich die Psychologie, Metaphysik und Moral und haben sämtlich den vor Kant in Deutschland herrschenden popularphilosophischen CEklektizismus zur Grundlage, von der aus A. sich später mit der Kantischen Lehre zu verständigen suchte. Von spätern Arbeiten A.s sind zu nennen: «Ausführliche Darstellung über die Beweise vom Dasein Gottes » (Heilbr. 1817), «Philos. Untersuchungen über die letzten Gründe des Glaubens an Gott v (Heilbr. 1818; 2. Aufl., Stuttg. 1820), bens en Uult Darstellung des Grundes unsers Glaubens an Unsterblichkeito (Frankf. a. M. 1826).

Brockhaus’ Conversations-Lexikon. Allgemeine deutsche Real-Encyklopädie13. Aufl., Leipzig: Brockhaus 1882–1887 · Bd. 1, S. 32Scan: Polnische Nationalbibliothek (Polona) · gemeinfrei

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