Apollonius hießen mehrere berühmte griech. Grammatiker und Rhetoren. — A. mit dem Beinamen Dyskolos (d. i. nicht sowohl der Murrkopf als der ernste, strenge Forscher), aus Alexandria, lebte in der zweiten Hälfte des 2. ahrh. n. Chr. und wirkte eine Zeitlang in Rom. Später kehrte er nach Alexandrien zurück, wo er bis zu seinem Tode blieb. Als Grammatiker stand er in größtem Ansehen. Er war der erste, welcher die Grammatik in ein System gebracht bn Unter seinen erhaltenen Schriften ist die bedeutendste De syntaxiv, welche vom ältern Aldus (Vened. 1495), dann von Sylburg (Frankf. 1590), besser von Bekker (Berl. 1817) herausgegeben, von Buttmann (Berl. 1877) übersetzt und erläutert wurde. Bekker hat von den übrigen, meist nur dem Titel nach bekannten Schriften des A. auch De pronominev (Berl. 1817), De adverbiiso und De conjunctionibuso (in den Anecdota graecav, Bd. 2) drucken lassen. Dieselben enthält der erste Band einer Gesamtausgabe der Werke des A. von Schneider und Uhlig in den „Grammatici graeciz (Lpz. 1878). Sohn des A. war der berühmte Grammatiker Alius Herodianus (s. d.). — A., der Sophist, aus Alexandria gebürtig, lebte im 1. Jahrh. n. Chr. und verfaßte ein „Lexikon Homerischer Wörter », welches, wenn auch verkürzt und interpoliert, er⸗ — und von de Villoison (Par. 1773), Tolius (Leid. 1788) und Bekker (Berl. 1833) herausgegeben ist. — Ein sonst unbekannter A. schrieb: „Mirabiles historiaen, die zuerst von RXylander 1568, später von Keller in „Rerum naturalium scriptores Graeci minores v (Lpz. 1877) veröffentlicht wurden. — A., mit dem Beinamen Molon, Lehrer der ihn bei zu Rhodos, war von Cicero und Cäsar, die ihn beide hörten, hochgeschätzt.