Herodianus (Alius), berühmter griech. Grammatiker des 2. und 3. Jahrh. n. Chr., aus Alexandria, war der Sohn des Apollonius Dyskolos. Er gelangte in Rom unter Marc Aurel zu hohem Ansehen und verfaßte eine große Anzahl Schriften grammatischen und prosodischen Inhalts, von denen ein großer Teil in Auszügen oder in Bruchstücken noch vorhanden ist. Sein Hauptwerk war die c KAdνν ο⁰οαοιάα, eine Accentlehre in 20 Büchern. Nachdem der größte Teil des uns Überlieferten namentlich in den Anecdota Graecav von Belker, Bachmann und Villoison, in der Ausgabe des Möris von Koch (2 Bde., Lpz. 1831—32), in der des Phrynichus von Lobeck (Lpz. 1820), in Dindorfs 4Grammatici Graecio (Lpz. 1823), in Hermanns Schrift De emendanda ratione grammaticae Graecaen (Lpz. 1801), sowie in dessen KAppendix ad Draconem Stratonicensem „ (Lpz. 1814) und besonders auch von Lehrs, 4Herodiani scripta tria emendatioras (Königsb. 1848) und M. Schmidt in der kritischen Ausgabe des Auszugs aus seiner „Catholica Prosodia (Jena 1860) veröffentlicht worden war, ist neuerdings alles Erhaltene von Lenz unter dem Titel 4Herodiani technici reliquiae (2 Bde., Lpz. 1867 — 70) herausgegeben worden. [tipas.