Ardisia Sroarte (Spitzblume) nannte Swartz eine aus Bäumen, träuchern und Halbsträuchern der Tropengegenden bestehende Pflanzengattung aus der Familie der Myrsineen, deren Arten meist immergrüne, lederartige, immer einache und ganze, teils abwechselnd, teils gegenstänig, teils gedreit stehende Blätter, weiße oder rosenrote, in achsel⸗ oder endständige Rispen, Dolden oder Trauben gestellte Blüten und Aeies glatte, meist lebhaft gefärbte Steinfrüchte besitzen. Die Blüten sind mit einem fantnen Bun Kelche, einer fünfteiligen, zurückgeschlagenen Blumenkrone und Fint weit vorsehenden Staubfäden versehen. Arisien werden häufig als Dekorationspflanzen in Gewächshäusern und Zimmern kultiviert. Als Zimmerpflanze ist in neuerer Zeit besonders A. japonica, ein zierlicher Kleinstrauch von der Form eines kleinen Bäumchens mit eilanzettförmigen, quirlständigen Blättern, weißen Blüten in achselständigen Trauben und kugelrunden, scharlachroten Früchten von der Größe einer Zuckererbse, beliebt geworden. Auch die aus China stammende A. punctata mit lanzettförmigen, gezähnten Blättern und weißen, punktierten Blüten hält im Zimmer aus. Alle übrigen Arten sind Warmhauspflanzen. Unter diesen ist besonders A. crispa aus dem tropischen China bemerkenswert, teils wegen ihrer am Rande zierlich gekräuselten Blätter, teils weil sie fast das ganze Jahr hindurch gleichzeitig Blüten (weiß mit roten Punkten) und Früchte (lerbsengroß, purpurrot) trägt. Alle Ardisien verlangen Heideerde. Dieselben werden durch Samen oder Ableger vermehrt.