Amaryllidaceae (Amaryllisgewächse), Pflanzenfamilie aus der Klasse der Monokotyledonen, Ordnung der Lilienblütler, von den nächstverwandten Liliengewächsen durch den unterständigen Fruchtknoten, von den ebenfalls einen unterständigen Fruchtknoten und drei Staubgefäße besitzenden Schwertliliengewächsen durch die sechs Staubgefäße der Blüte verschieden. Die Familie enthält vorzugsweise Zwiebelgewächse mit grundständigen, an der Basis scheidigen, sonst linealisch-riemenförmigen, mehr oder minder fleischig-krautigen, parallelnervigen Blättern; selten entwickeln die Pflanzen Stengel mit zerstreut oder rosettig stehenden Blättern (Alstroemeria, Agave) oder sind sie Schlinggewächse (Bomarea). Die meist ansehnlichen, zwitterigen, regelmäßigen oder seltener zygomor en Blüten stehen einzeln oder in Dolden oder Köpfe en oder auch zu mächtigen Rispen geordnet am Ende eines meist achselständigen, gewöhnlich langen, bisweilen auch ehr verkürzten Schaftes, und der Blütenstand ist bei den meisten Arten am Grunde von einer Scheide umgeben, die aus zwei gegenständi-Giat gewöhnlich mehr oder weniger verwachsenen lättern gebildet wird und in der Nogkan den Blütenstand völlig einschließt. Das oberständige, gewöhnlich schön gefärbte Perigon ist sechsblätterig, oder die teilweise verwachsenen Blätter bilden eine trichterförmige Röhre mit sechslappigem Saume; dabei sind die in zwei dreigliederigen Quirlen stehenden Perigonteile alle gleich oder quirlweise verschieden, und bisweilen kommt noch eine verschieden gestaltete Nebenkrone hinzu (z. B. bei Narcissus). Die zu sechs (sehr selten zu mehrern) vorhandenen Staubgefäße besitzen gerade oder gebogene, dem Perigon oder Fruchtknotenscheitel eingefügte, bisweilen ungleiche Staubfäden und in der Regel schaukelnde Staubbeutel. Der unterständige dreifächerige, in jedem Fache zahlreiche Samenknospen im Innenwinkel tragende Fruchtknoten trägt einen einzigen, häufig dreiseitigen Griffel mit kopfiger, bisweilen dreilappiger Narbe und entwickelt sich zur RBeore, Die Samen ent Kapsel, selten zu einer eere. Die Samen enthalten einen geraden, in der Achse des in der Regel derbfleischigen Endosperms liegenden Keimling. Etwa 400 Arten, von denen die meisten in der heißen Zone und in den wärmern werte Gait Klimaten heimisch sind. Bemerkenswerte Gattungen sind: Leucojum (Knotenblume, Schneeglöckchen), Galanthus (Schneeglöckchen), Narcisse (Narcissus), Amaryllis, Alstroemeria, Agave. (S. die betreffenden Artikel.)