Arendt (Martin Friedr.), Altertumsforscher, geb. 1769 zu Altona, studierte in Göttingen und Straßburg Botanik und wurde 1797 am botan. Garten zu Kopenhagen angestellt. Auf einer botan. Reise nach den Finmarken 1798 erfaßte ihn eine solche Vorliebe für die Erforschung der Altertümer, namentlich der nordischen, daß er fortan zu diesem wecke einen großen Teil Europas unter mancherlei Strapazen und Abenteuern rastlos durchwanderte. Er starb 1824 in der Nähe von Venedig. A. stand mit den namhaftesten Archäologen seiner Zeit in Verbindung und legte die aphiimer seiner Forohne Bed. welche in paläographischer er Bibt nicht ohne Bedeutung sind, größtenteils in der Bibliothek zu Kopenhagen nieder.
Brockhaus’ Conversations-Lexikon. Allgemeine deutsche Real-Encyklopädie13. Aufl., Leipzig: Brockhaus 1882–1887 · Bd. 1, S. 863Scan: Polnische Nationalbibliothek (Polona) · gemeinfrei