FeedArends (Leopold Alexander Friedr.)
Literatur & SpracheBrockhaus 1882

Arends (Leopold Alexander Friedr.), Begründer eines weitverbreiteten Ibei W hiesystems, geb. 1. Red 1817 zu Crziehn bei Wilna in Rußland, erhielt seine erste Erziehung in Riga, studierte dann in Dorpat Naturwissenschaften, Sprachwissenschaft und Philosophie und siedelte 1844 nach Berlin über, wo er ebenfalls sprachwissenschaftlichen Studien oblag. Nach mehr als zehnjährigen Arbeiten und Versuchen auf dem Gebiete der Stenographie veröffentlichte A. seinen Leitfaden einer rationellen Kurzschrifth (Berl. 1860; 11. Aufl. 1881), welcher die Grundsätze eines Schriftideals oder des eigentlichsten schriftlichen Aguivalents der Sprache darlegen und eine neue ——ñ8̈ der schriftlichen Cyftemd der Sprache darauf begründen und ein ystem durchführen sollte, das durch leichte Erlernbarkeit und Schriftzuverlässigkeit seine Vorgänger überträfe. (S. Stenographie.) auch System fand vielfach Anklang und wurde auch im Auslande, insbesondere in Frankreich, Spanien, Ungarn und Schweden, adoptiert (Grosse, Manuel de la sténographie rationeller; Möller-Ingram, Manual de la estenographia racionalo; Dohnänyi, Arends Lipôt gyorsiräso; E. Bergsten, Leopold A. F. Arends' rationella stenografi eller kortskrifto). Als ein Resultat seiner vergleichenden phonetischen und linguistischen Forschungen ist das Werk zu betrachten: «liber den Sprachgesang der Vorzeit und die Herstellbarkeit der althebr. Vokalmusik (Berl. 1867). A. hat auch einige dramatische Versuche gemacht und 1844 das Drama «Libussas Wahlo sowie 1848 die Tragödie Demosthenes oder Hellas' Untergango erscheinen lassen. Vgl. H. Grosse, «Leopold A. F. Arends. Eine biographische Skizzer (Berl. 1878).

Brockhaus’ Conversations-Lexikon. Allgemeine deutsche Real-Encyklopädie13. Aufl., Leipzig: Brockhaus 1882–1887 · Bd. 1, S. 863Scan: Polnische Nationalbibliothek (Polona) · gemeinfrei

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