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BaukunstBrockhaus 1882

Arfe, eine Aunsisen welcher die berühmtesten Ciseleure und Silberschmiede Spaniens angehören. Ahnherr derselben ist Henrique de A., ein Deutscher, der aic um 1506 zu Leon niederließ. Unter seinen zahlreichen Werken werden die Tabernakel für die Kathedralen zu Leon (1506), zu Cordova (1513), zu Toledo (1517—24) sowie für die Benediktiner zu Sahagun am höchsten geschätzt. Sie sind sämtlich im got. Stil gehalten. — Sein Sohn Antonio de A. wandte sich dem griech. und röm. Stil zu und verfertigte unter anderm die Tabernakel für die Kathedrale zu Santiago (1544) und die Pfarrkirche Sta.⸗Maria in Medina-de-Rioseco. Am +1 unter den Gliedern der Familie wurde des letztern Sohn, Juan de A. y Villafane, geb. 1535 zu Leon, gest. um 1603 zu Madrid. Nachdem er von seinem Vater die künstlerische Vorbildung erhalten, widmete er sich auf der Universität zu Salamanca dem Studium der Anatomie, lebte dann längere Zeit in Valladolid, dem damaligen Mittelpunkteides span. Kunstlebens, und später in Segovia, wo er als Münzmeister angestellt war, bis er 1596 von Philipp II. nach Madrid berufen ward. A. hat eine große Anzahl von Kunstwerken geschaffen, die in Bezug auf Reinheit des Stils, Korrektheit der Formen und Vollendung der Technik alles übertrafen, was in Spanien bis dahin geleistet worden. Dahin gehören die Tabernakel für die Kathedrale zu Avila (1564—71), zu Sevilla (1587, zu Burgos (1588) und zu Osma sowie für die Kirche San-Martin in Madrid. Zahlreiche andere Arbeiten, darunter auch Bronzestatuen zur Ausschmückung des Escurial, fertigte er im Auftrage der Könige Philipp II. und Philipp III. ue hat A. Ereln in Blei geschnitten, wie das Porträt des Ereilla vor der ersten Ausgabe der Araucanav. Litterarisch machte er sich beionders durch Quilatador de oro, plata y piedraso (Sevilla 1585) und Varia commensuracion para la escultura y arquitecturao (Sevilla 1585) bekannt.

Brockhaus’ Conversations-Lexikon. Allgemeine deutsche Real-Encyklopädie13. Aufl., Leipzig: Brockhaus 1882–1887 · Bd. 1, S. 866Scan: Polnische Nationalbibliothek (Polona) · gemeinfrei

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