Argonauten hießen von ihrem Schiffe Argo die Heroen, welche nach der griech. Sagengeschichte die erste Seefahrt auf unbekanntem Meere in eine weit entfernte Gegend unternahmen. Die erste ausührliche Verherrlichung ihres Zugs e Tich Pinar. 0 uuch behandelten viele andere Dichter die Sage, so auch Apollonius der Rhodier in einem no ohn des 1 Epos. Danach erhielt Jason (. d.), der Sohn des Ason, von seinem Oheim Pelias (s.d.), der über Jolkos in Thessalien herrschte, den Auftrag, das goldene Vlies des Widders, auf dem Phrixos und Helle 0 d.) entflohen waren, aus dem lofen des Ares zu holen, wo es von einem schlafosen Drachen bewacht wurde. Der Sohn des Phrixos, Argos, erbaute nun nach Athenes Rat das Schiff Argo, und die größten Helden der Zeit nahmen dann teil an der Fahrt. Nach manchen Abenteuern kamen sie endlich bei Nacht an die Mündung des Phasisflusses im kolchischen Lande. Aetes, der König des Landes, Ksalls em Jason das Vlies zu geben, aber nur, falls er zwei feuer-Prug spam Stiere mit ehernen Füßen vor den Pflug spanne und dann die von Kadmos in Theben übriggelassenen Drachenzähne, welche Aetes von der Athene bekommen, aussäe. Jason 1 die Aufgabe mit Hilfe der Tochter des Aetes, Medea (s. d.), welche in 1ab Um en Zaut Liebe 15. ihm entbrannte. Sie gab ihm ein Zaubermittel gegen Feuer und Eisen und den Rat, durch einen Steinwurf unter die aus den Zähnen entsprossenden Krieger diese unter sich zu entzweien. So vermochte Jason die Tiere zu bändigen und die Krieger zu töten. Aber Aetes, statt Wort zu halten sann jetzt vielmehr darauf, die A. zu töten. Doch Jason und Medea eilten in den Hain, wo das Vlies, von einem Drachen bewacht, aufgehängt war und Jason bemächtigte sich desselben, nachdem Medea den Drachen durch ein Zaubermittel eingeschläfert hatte. Hierauf bestiegen sie das eh und segelten eilends davon. Nach Apollonius stießen die A. im Adriatischen Meere auf die Kolchier, welche unter Medeas Bruder Apsyrtos sie verfolgten; dieser wurde aber durch Medeas Verrat überfallen und niedergemacht. Nach andern wurde der verfolgende Aetes dadur aufgehalten, daß Medea den Bruder, den sie na dieser Erzählung mitgenommen hatte, tötete und in einzelnen Stücken über Bord warf, welche der Vater aufsammelte. Die Rückfahrt wird sehr verlaben2 erzählt. Nach älterer Sage fuhren sie denelben Weg zurück oder sie kamen durch den Phasis in den Okeanos, von da nach Libyen und dann, nachdem sie die Argo über Land getragen, ins Mittelmeer und nach Jolkos. Spätere Sagen schmücken die Heimfahrt der A. noch mit vielen Abenteuern aus. Von erhaltenen Kunstwerken ist die in die og. Lung des he Cista eingravierte Darstellung der esselung des auf der Fahrt nach Kolchis von Poydeukes im H besiegten Königs der Bebryker, Amykos, hervorzuheben. rgonnen oder Argonnerwald, ein felsiges Plateau im nordöstl. Frankreich, in den Grenzgebieten . Magsbere und der Champagne, zwischen den sog. Maasbergen im S. und den Ardennen im N. Das Plateau wird —è 6— die breite Thalmulde der Maas und das engere Thal der Aire in drei breite, viel zerklüftete Höhenzüge zerlegt. Die we lichen A. oder der eigentliche Argonnerwaldo beinnen bei den Quellen der Aire, streichen, 300 m 905 zwischen der Aisne und Maas hin, reichen vom 260 m hohen Tete de Bremont bei Passavant nordwärts bis Chĩéne-le-Populeux und trennen — Ebenen von der traurigen Kreidesteppe er Champagne-Pouilleuse. Der Argonnerwald besteht aus bewaldeten Hochflächen, die bis 100 m über die benachbarten Thäler aufsteigen, ist 2— 15 km breit und 60 km lang, voll steiler Schluchten, tiefer Thäler und jäher Abhänge, besonders Rorn O., daher schwer rabareli nach mehrern legentagen völlig unganghar. Die Wege durch die Schluchten heißen hier Echavées. Der Boden ist fast durchweg mager. Man findet bald ausgedehnte Wälder von Buchen, Hagebuchen, Birken und Haselsträuchern, ohne eine Pinus, bald Moore Fagnes) und Heiden. Die östlichen A., im nördl. eile mit dem 382m —7 Walde von Apremonto, sind nur 2—300 m hoch und ziehen den westlichen arallel im O. der Maas. Aus Lothringen in die hampagne, von der Maas zur Seine führen fol-Heile zum Teil in der 3 Pehle de berühmte efiles durch die A.: 1) das Defilé des Islettes (bei dem Dorfe Grandes-Islettes) von Clermont nach Ste.⸗Menehould und von Verdun nach Paris, 11 km lang und nur 300— 900 m breit; 2) das Defile von Chalade, von Varennes nach Ste.⸗Menehould; 3) das Defils von Grandpré, durch den Aire-Einschnitt, von Varennes nach Vouziers an der Aisne, in dichten Wäldern und 1000m breit, berühmt durch die Kämpfe bei Grandpré 1792; 4) das Defilé von Croix-au-Bois (bekannt durch den Sieg der Esterreicher 14. Sept. 1792), von Stenay nach Vouziers; 5) das iben von Chéene-le-Populeur, zwischen denselben Orten, über Beaumont und die 138 m hohe Cöte de Stonne. Im Deutsch-Französischen Kriege boten diese Defilés indes der vorrückenden deutschen Maasarmee auf ihrem berühmten Flankenmarsch (Ende Aug. 1870) nur wenige Schwierigkeiten dar.