Aristomönes war der letzte Held und die Lieblingsgestalt der messenischen Überlieferung von den Kämpfen der Messenier gegen die erobernden Spartaner. A. war zu Andania geboren und wurde der gefeierte Führer seines Volks in dem zweiten Messenischen Kriege (nach älterer Annahme 685—-668, nach neuerer Berechnung dagegen 645—630 v. Chr.). Als nach mehrern anfänglichen Erfolgen die Messenier sich nach mehrern Jahren nach der Bergfestung Eira zurückziehen mußten, hielt A. durch ähe Ausdauer und kecke Streifzüge noch lange Zeit deren Fall hin. Als sie endlich hier den Kampf einstellen und nach Arkadien austreten mußten, ging A. nach der Insel Rhodus und starb hier als Schwiegersohn des Fürsten Damagetos von Jalysos.
Brockhaus’ Conversations-Lexikon. Allgemeine deutsche Real-Encyklopädie13. Aufl., Leipzig: Brockhaus 1882–1887 · Bd. 1, S. 894Scan: Polnische Nationalbibliothek (Polona) · gemeinfrei