Horn (Gustaf, Graf von), schwed. Feldherr im Dreißigjährigen Kriege, geb. 23. Okt. 1592 zu Orbyhus in Upland, studierte zu Rostock, Jena und Tübingen. Nachdem er unter Gustav Ado f Kriegs— dienste genommen, eroberte er 1625 Dorpat, 1630 Kolberg und führte dann beim Vordringen Gustav Adolfs gegen Frankfurt a. O. die eine Hälfte des schwed. Heers. In der Schlacht bei Breitenfeld befehligte er den linken Flügel; auch nahm er teil an der Schlacht am Lech. In der Schlacht bei Lützen erhielt er den Befehl, den geschlagenen linken Flügel des Feindes zu verfolgen, während der König an der Spitze des Stenbockschen Regiments der Unordnung seines eigenen linken Tondem abzuhelfen suchte. Nach Gustav Adolfs Tode unterstützte er die Pläne seines Schwiegervaters Oxenstjerna und vereinigte sich in Schwaben mit dem Herzog Bernhard von Weimar, der gegen seinen Rat 1634 die Schlacht von Nördlingen lieferte. In dieser ge— fangen genommen, wurde er erst 1642 gegen Johann von Werth ausgewechselt. Im J. 1644 führte er sodann dem General Torstenson wieder ein Heer zu Hilfe nach Schonen und nötigte die Dänen zum Frieden. Auch unter der Königin Christine und unter Karl X. stand er in I ver. Ansehen. Er war zuletzt Reichsmarschall, verwaltete Livland und Schonen als Statthalter und starb in Skara 10. Mai 1657.