Acoltello, ital., frz. en feuilles de fougeère, eine Art Ziegelfußboden, wobei die Ziegel auf die schmale Seite (auf die hohe Kante) und zwar nach Fig. 68 verlegt werden. Diese Fußbodenform ist sehr alt und wegen ihrer Zweckmäßigkeit u. ihres netten Aussehens anzuempfehlen. Die Römer nannten sie opus spicatum, Aehrenwerk, die jetzigen Italiener nennen sie à coltello od. spina peésce (Fischgräte). Die alten Römer wendeten sie im Innern von Gebäuden, bes. in Werkstätten, Bädern niederer Klasse re., an. In Italien wurde noch im Mittelalter, wenigstens bis zum 13. Jahrhundert, fast Fig. 68. Acellolto. allgemein dieser Pflasterbau anderen vorgezogen, so daß man noch jetzt, besonders bei Siena und Urbino, ganze Städte damit versehen findet Auch in neuester Zeit kommt er noch vielfach, theils für wirkliche Fußböden, theils für die Unterlage zu Asphaltfußböden, Astrich, battuta etc. in Anwendung. Vgl. auch d. Art. Heringsgrätenbau. Aromasholz, n., gelbes, dem Buchsbaum ähnliches Holz aus Westindien, dort zum Bauen benutzt.