aerne, s., engl., s. Arn, Ahre. Aörodynamik, k., Dynamik, f., luftförmiger Rörper, (Phys.), frz. AéErodynamique, f., engl. Aerodynamies, Pl. ein Zweig der Aêromechanik (s. d.). S0ο Aörolith, m., Meteorstein, m., Feuerkugel, f. (Miner.), frz. aërolithe, m., météorolithe, m., pierre, f. mété-Orique, engl. aerolite, meteor olite, meteorie stone, falling stone, s. d. Art. Wo Aäromechanik, f. (Phys.), frz. mécanique, f. des fluides aëriformes, engl. mechanics, PI. of elastic fluids, Lehre vom Gleichgewicht und der Bewegung elastisch flüssiger Körper. Den Theil dieser Bewegung, der vom Gleichgewicht handelt, nennt man Asêrostatik, den von der Bewegung handelnden Aêrodynamik. Beide Theileergänzen und berühren sich vielfach. Die luft- oder gasförmigen Körper charakterisiren sich dadurch, daß sie das Bestreben haben, sich allseitig auszudehnen, ein größeres Volumen einzunehmen; wird dieser Ausdehnung (Expansion) durch feste Körper, z. B. die Wandungen eines Gefäßes od. andere flüssige Schichten, entgegengewirkt, so üben die luftförmigen Körper einen Druck aus. Wird auf eine abgeschlossene Luftmasse von außen nach innen ein Druck ausgeübt, so wird dieser Druck nicht blos nach allen Richtungen hin gleichmäßig fortgepflanzt, sondern die Luftmasse wird auch unt. wachsendem Gegendruck auf ein immer kleineres Volumen zusammengedrängt u. giebt dabei Wärme aus. — Die Kraft, mit welcher eine Luftmasse auf ihre Umgebung drückt, heißt ihre Elastizität oder Spannkraft; man bezieht dieselbe auf die Flächeneinheit (◻em. od. m.) der gedrückten Fläche und giebt sie in Kilogr. an. Die Messung des Luftdruckes geschieht durch das Barometer (Manometer) mittels einer Quecksilbersäule, und es entspricht die Höhe von 76 em. derselben oder einer Wassersäule von ca. 10,½ m. Höhe dem mittleren Druck der atmosphärischen Luft an der Erdoberfläche; dieser Druck wirkt auf den em. mit 1,33 Kilogr. — Wird dasselbe Luftquantum entweder auf ein kleineres Volumen zusammengedrückt, oder läßt man es sich auf ein größeres Volumen ausdehnen, u. bleibt die Temperatur der Luft dabei unverändert, so verhalten sich die Spannungen (Druckkräfte) umgekehrt wie die Volumina oder gerade wie die Dichten; dies Gesetz heißt nach seinem Entdecker das Mariotte'sche Gesetz. — Wird ein Luftquantum bei unverändertem Druck erwärmt, so wächst sein Volumen, und die Zunahme des Volumens ist der Zunahme der Temperatur proportional. Geht das Volumen bei konstantem Drucke von vo in vi über, wenn die Temperatur von Oauftt Grad C. steigt, so ist —= at, wobei & = 0,0367 ein Erfahrungskoöffizient ist. Diese Gleichung repräsentirt das Gay-Lussaesche Gesetz. Ein gewisses Luftquantum läßt sich mit einer gespannten Feder vergleichen; beide können, indem sie sich ausdehnen, Widerstände zurückdrängen, also mechanische Arbeit verrichten. Ein bestimmtes Luftquantum besitzt ein bestimmtes Arbeitsvermögen, wenn man annimmt, daß es sich bis zum gänzlichen Verlust seiner Spannung ausdehnen kann u. dabei die Widerstände zurückdrängt. Die Größe dieses Arbeitsvermögens hängt von der Gewichtsgröße der Luft und von ihrer Spannung ab. Erwärmt man aber dieses Luftquantum in einem geschlossenen Raum, so steigert sich seine Spannung u. demzufolge auch sein Arbeitsvermögen. Zuführung von Wärme ist daher gleichbedeutend mit Vermehrung des Arbeitsvermögens und Ableitung von Wärme mit Verminderung des Arbeitsvermögens, sobald beides bei unverändertem Volumen stattfindet. Wird Luft auf einen kleineren Raum zusammengedrängt, wobei der Spannung der Luft entgegengewirkt werden muß, so wird dabei Arbeit auf die Luft übertragen, u. man bemerkt eine Steigerung der Temperatur. Dehnt sich aber die Luft auf ein größeres Volumen aus, indem sie dabei auf zurückweichende Wände drückt, also Arbeit ausgiebt, so sinkt ihre Temperatur. Dehnt sich aber die Luft in einem ganz leeren Raum Vacuum) aus, so hat sie leinen Widerstand zu überwinden und demzufolge erleidet sie auch keine Temperaturveränderung. Die Wärmekapazität oder auch spezifische Wärme (s.Wärme) der Luft bei konstantem Druck (e) ist größer als bei konstantem Volumen (eci). Nach Versuchen von Regnaultist und 41 = 0,1687: Die über einander liegenden Luftschichten der Erdatmosphäre haben nach unten hin zunehmende Dichte und Spannung, weil jede untere Schicht durch das Gewicht der über ihr stehenden gedrückt wird, daher ist auch der Elastizitätsdruck irgend einer Luftschicht gleich dem Gewicht der ganzen über ihr stehenden Luftmasse. Hieraus folgt die Möglichkeit, aus den bekannten Spannungen der Luft p. u. pe, die an zwei über einander liegenden Stellen stattfinden, die Vertikalentfernung dieser beiden Stellen annähernd zu finden. Unter der Voraussetzung, daß in dem zwischen beiden Stellen befindlichen Raum dieselbe log —1 Anwendung des Mariotte'schen und Gay-Lussacschen Gesetzes: 1. wie viel wiegen öKbm. Luft bei 26 Grad C. und 74,, Barometerhöhe? Nach der aus dem Gay— Lussaeschen Gesetz abgeleiteten Gleichung y. =— oder für den vorliegenden Fall vo ergiebt sich, daß 5Kbm. Luft unter gleichem Druck, d. i. bei gleichem Barometerstand, bei 26 Grad eben so viel wiegen, wie 4,½% kbm. Luft bei Null Grad. Da ferner nach dem Mariotte'schen Gesetz die Volumina einer und derselben Luftmenge bei gleicher Temperatur sich umgekehrt verhalten wie die Dichten od. wie die diese bedingenden Pressungen, welche durch die Barometerstände gemessen werden, die Gewichte aber in gleichem Verhältnis stehen, wie die Dichten und wie die Barometerstände, da ferner durch direkten Versuch bestimmt worden ist, daß kbm. Luft bei Null Grad und 76 em. Barometerstand 1, kg. wiegt, so erhält man nach der Proportion 74,76 =:X das Gewicht & von 1kbm. Luft bei Null Grad und 75,, Barometerstand als 1,½½26 kg. demnach 4,½ 1,20 — 6,6 Kg. als das Gewicht von 5 Kbm. Luft unter den in der obigen Frage gestellten Bedingungen. Sνποαι.] — In das Bereich der Asrodynamik gehören die Berechnungen über die Ausströmung der Luft aus Gefäßen, z. B. des Leuchtgases aus den Röhren, ferner über den Durchfluß der Luft- und Gasarten durch Röhren. Der dabei eintretende Reibungswiderstand wächst proportional mit den Quadraten der Geschwindigkeit der Bewegung und gerade mit der Länge der Röhren, ist aber umgekehrt proportional dem Röhrendurchmesser. Der mittlere Werth des Reibungskoeffizienten für Luft- u. Gasarten ist 0,24. Ins Gebiet der Asrodynamik gehört auch die Messung der Windgeschwindigkeit, s. d. Art. Anemometer; die Berechnung der Stärke des Windstoßes, z. B. in der Anwendung auf Windmühlenflügel etc. Auch behandelt die Adromechanik die Bewegung fester Körper in der Luft. Arometrie, k., frz. aérométrie, engl. aerometry, Lehre von Messung der Luft- u. Gasarten in Bezug auf Gewicht u. Geschwindigkeit, Zweig der Aromechanik. Aörostatik, f., frz. aerostatique, f., statique, f. des fluides aériformes, engl. aerostatics, pl., von den Gesetzen des Gleichgewichts flüssiger Körper, der Luft, der Gase re.; s. d. Art. Aöromechanik.