Alabastrina, f., lat. Aus dünnen Alabasterplatten bestehende Fensterscheibe, wie sie vor der Einführung des Fensterglases vielfach in Anwendung kamen. An altchristlichen Kirchen und an arabischen und maurischen Bauten wurden sie noch bis zum 9. Jahrh. sehr häufig aus Ersparnis, bis in das 15. Jahrhhinein aber an gothischen Bauten hier und da wegen des schönen matten Lichts u. wegen ihrer bequemen Verbindung mit den Steingewänden angewendet. Erhalten sind solche Platten z. B. in der Basilika S. Vincenzo alleé tre Fontane bei Rom und in der Kathedrale von Torcello bei Venedig.
Illustrirtes Bau-Lexikon. Praktisches Hülfs- und Nachschlagebuch im Gebiete des Hoch- und Flachbaues, Land- und Wasserbaues, Mühlen- und Bergbaues, der Schiffs- und KriegsbaukunstHrsg. von Oscar Mothes, 4. Aufl., Leipzig und Berlin: Otto Spamer 1881–1884 · Bd. 1, S. 71Scan: Getty Research Institute (Internet Archive) · gemeinfrei