Alcaiseria, f. die Kaiserei, abzuleiten von caesaréa; so hießen die Freihafenmärkte der kaiserlich römischen Kolonien; die Mauren trugen diesen Namen, mitarabischem Artikel (al Oaisèria), auf ihre Bazars über, und daher heißen so noch jetzt in Mauritanien u. Andalusien die Marktplätze, wenn sie nach arabischer Arteingerichtetsind. Dem Publikum dienen einanderdurchkreuzende Gänge, ca. 2mn. breit, von Säulenreihen eingeschlossen. Jede Säulenweite bildet die Vorderseite einer Bude, deren Dächer nach hinten in einen Hof abfallen. Dieser dient zugleich zur Bequemlichkeit der Verkäufer, als Packraum etc. Die Gänge selbst sind zierlich gepflastert und mit Segeltuch überhängt, um vor der Sonnenhitze Schutz zu erlangen. Die Säulen sind entweder von Holz und tragen auf einem Rahmen die geschnitzten Sparrenköpfe, oder in wohlhabenden Städten von Stein, durch maurische Bögen in Backstein oder Gips verbunden und oft mit reicher Farbenpracht verziert. Die Verkaufsgegenstände sind in Gruppen auf die durch die Buden gebildeten Quarrés vertheilt.