FeedAlerze-Bnum
TechnikBau-Lexikon 1881

Alerze-Bnum, m. (Fitzroia patagonica, Fam. der Zapfenfrüchtler), unserer Tanne verwandt, bildet im Innern von Chile bedeutende Waldungen (Alerzales), entwickelt riesige Stämme bei verhältnismäßig kleiner pyramidaler Krone u. läßt sich vortrefflich schon mit Hülfe der Axt zu Bretern verarbeiten. Das Holz ist roth, zieht sich nie, ist im Feuchten u. an der Luft gleich unverwüstlich und sehr leicht. Gefirnißt sieht es fast aus wie Mahagoni. Zu Gefäßen für Flüssigkeiten eignet es sich nicht, da es letzteren seine Farbe mittheilt. Die Alerze-Breter haben etwa 2m. Länge bei 0„3 m. Breite und 0,3, m. Dicke, und vertraten lange Zeitineinigen Gegenden Chile's die Stelle der Scheidemünze. Der Splint ist weiß, aber nur schmal. Die Nadeln der Alerze stehen in drei Reihen, sind klein und stumpf; der Bast wird zum Kalfatern der Schiffe und als Bindematerial gebraucht. Die Kähne der Chilenen bestehen aus Planken, die mittels Alerzebast an einander befestigt sind. 7½

Illustrirtes Bau-Lexikon. Praktisches Hülfs- und Nachschlagebuch im Gebiete des Hoch- und Flachbaues, Land- und Wasserbaues, Mühlen- und Bergbaues, der Schiffs- und KriegsbaukunstHrsg. von Oscar Mothes, 4. Aufl., Leipzig und Berlin: Otto Spamer 1881–1884 · Bd. 1, S. 74Scan: Getty Research Institute (Internet Archive) · gemeinfrei

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