Amerikanische Bankunst, f., frz. architéecture américaine, engl. american architéecture. Als die Spanier Amerika entdeckten, fanden sie dort Völker vor, die auf einer hohen Kulturstufe standen und zwar, so viel sich aus den damals noch unverletzt erhaltenen vielen und kostbaren Baudenkmalen schließen ließ, schon seit langen Zeiten. Die Denkmäler, die Wohnstätten und somit auch die Bildung dieser Völker wurden von den goldsüchtigen Europäern zerstört; erst in neuerer Zeit hat man angefangen, die Ruinen jener Baudenkmale wieder aufzusuchen, und hat darin die Ueberbleibsel von Straßen, Kanälen, Befestigungen und Gotteshäusern erkannt; im allgemeinen zeigen letztere die Pyramidalform, doch ist dieselbe bei den verschiedenen Stämmen auf verschiedene Weise ausgebildet und auch sehr verschiedenartig verziert worden, indem man bei den einen ostindischen, bei anderen ägyptischen bei noch anderen sogar byzantinischen Reminiscenzen begegnet, obgleich von einem Umgang der Ureinwohner Amerika's mit einem der diese Stile kultivirenden Völker bis jetzt aus den allerdings noch sehr unvollständigen Nachrichten über die frühere Geschichte Amerika's nichts erhellt. In Bezug auf die einzelnen Kunstrichtungen, die durch die Bauten der verschiedenen Volksstämme repräsentirt werden, s. d. Art. nordamerikanische, peruanische, aztekische, toltekische, olmekische Bauwerke. MLs.)