FeedAmphore
Handwerk & GewerbeBau-Lexikon 1881

Amphore, f., lat. amphora, f., griech. πεποπσρνε, 1. römisches Flüssigkeitsmaß ½ Culeus, enthielt S Congios, ungefähr34,8 J.; in Venedig hält jetzt 1 Anfora 8 Cogni ca. 68,, J. — 2. Getreidemäß, die Hälfte eines Medimnus — 2 Urnas etc. — 3. Schiffsmäß, ungefähr so angewandt, wie wir nach Tonnen rechnen. — 4. Amphora capitolina, Aichamphore, Normalmäß, wie solche auf dem Kapitol! jeder Stadt des römischen Reiches vorhanden sein mußten. — 5. Zunächst trugen nun die eine A. messenden Gefäße auch diesen Namen, der sich allmählich auch auf andere von ähnlicher Größe oder Form übertragen mochte. Dieselben hatten nämlich eylindrischen Rumpf, trichterförmigen, ganz spitzen Boden, und neben dem ziemlich engen Hals zwei kleine Henkel, wahrscheinlich bes. zum Durch-⸗ ziehen eines Strickes gebraucht. Als die späteren Römer anfingen, jene kühnen Kuppeln zu bauen, bei denen so viel auf Leichtigkeit des Materials ankam, verwendeten sie Amphoren dazu, indem sie den spitzen Boden der einen in den Hals der andern steckten und so auf dem Wölbgerüste eine unten beginnende Spirale zusammensetzten. Näheres s. d. Art. Topfgewölbe. umphotere Stoffe (Chem.), s. indifferente Stoffe.

Illustrirtes Bau-Lexikon. Praktisches Hülfs- und Nachschlagebuch im Gebiete des Hoch- und Flachbaues, Land- und Wasserbaues, Mühlen- und Bergbaues, der Schiffs- und KriegsbaukunstHrsg. von Oscar Mothes, 4. Aufl., Leipzig und Berlin: Otto Spamer 1881–1884 · Bd. 1, S. 92Scan: Getty Research Institute (Internet Archive) · gemeinfrei

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