Anilin, n., auch pheuylamin, frz. aniline, f., engl. aniline, ist eine organische, flüssige Salzbase, bestehend aus Kohlenstoff, Wasserstoff und Stickstoff, welche sich aus den Steinkohlentheerölen durch Schütteln derselben mit konzentrirter Salzsäure und Destilliren der darüberstehenden salzsauren Flüssigkeit mit Kalk gewinnen läßt. Das A. bildet mit Säuren krystallisirbare Salze, deren Auflösungen zum Gelbbeizen des Fichtenholzes dienen können; s. d. folg. Artikel.
Illustrirtes Bau-Lexikon. Praktisches Hülfs- und Nachschlagebuch im Gebiete des Hoch- und Flachbaues, Land- und Wasserbaues, Mühlen- und Bergbaues, der Schiffs- und KriegsbaukunstHrsg. von Oscar Mothes, 4. Aufl., Leipzig und Berlin: Otto Spamer 1881–1884 · Bd. 1, S. 107Scan: Getty Research Institute (Internet Archive) · gemeinfrei