Baldrianöl (Valerianöl, Baldrianwurdemts ein ätherisches ol, welches bei der Dampfestillation der zerkleinerten und mit Wasser be⸗ .e Baldrianwurzel gewonnen wird: es geht abei mit stark sauer reagierendem Wasser über, auf welchem es schwimmt. Es ist im 5und brän stande von grünlicher Farbe, die jedoch bald bräunlich wird, etwas dickflussig, hat ein s 0l Gewicht von 0,4 bis 0,96, löst sich leicht in Alkohol und reagiert sauer. Es ist ein Gemenge von wenigstens drei verschiedenen Körpern: Balerol äure (s. Baldriansäure), Valeren und Valerol. Das Valeren, identisch mit dem Borneen des Borneokampfers, läßt sich erhalten, indem man das Ol destilliert und den ersten Teil, bis die Tem peratur auf 200“ gestiegen ist „für sich auffängt mit Kalilauge schüttelt, um die beigemengte Va leriansäure zu entfernen, und rektisiziert; es bildet ein farbloses Sl, welches bei 160* siedet, von der Zusammensetzung CuoHIs. Der nach dem Abdestil. lieren des Valerens verbleibende Rückstand liefert nach dem Abkühlen bis 0 C. Krystalle in farblosen Säulen; diese sind nach Gerhardt ein einheitlicher Körper von der Zusammensetzung 6H0O, das Valeröl, welches in der Kälte krystallisiert, bei 205 schmilzt und einen an d erinnernden Geruch hat. Nach Pierlot soll jedoch das Valerol ein Gemenge von Harz, Stearopten und Wasser sein.