anlauffrischen, anlaufschmieden, frz. akfiner par atta⸗- chement, engl. to fine with attachment, ist eine bes. Methode zur Verwandlung des Roheisens in Frischeisen. Das Schmelzen des Roheisens im Frischfeuer (s. d.) wird so lange fortgesetzt, bis dieses sich stark an die Brechstange anlegt, womit das Anlaufen beginnt. Man dreht nämlich die Brechstange so lange im Gareisen herum, bis sich eine hinlängliche Menge angesetzt hat, die man durch den Hammer fest anschmiedet. Diese Prozedur wird wiederholt, bis der Anlaufkolben, frz. 1opin, m., engl. loom, groß genug ist; von gutem Eisen kann man ½ der im Ofen befindlichen Menge anlaufen lassen; das Zurückbleibende heißt Theileisen. Der Anlaufkolben hat meist ein Gewicht von 16—20 Pfund. — Zuweilen wird das Eisen gefrischt, ohne daß man es mehr als einmal aufbricht und niederschmilzt; wenn man dabei sehr gutes Roheisen verwendet und den ganzen Einsatz durch auf einander folgendes Anlanfenlassen in lauter kleinen Klumpen aus dem Herd zieht, so hat man in den Hauptgrundzügen das Verfahren, welches man als Osemundschmiede bezeichnet und welches ein sehr gutes Eisen liefert. 8.