FeedAbtreibofen
BaukunstBau-Lexikon 1881

Abtreibofen, m. (Hüttenw.), frz. fourneau, m. de coupellation, d'affinage, engl. refining-furnace, auch Treibherd genannt. In Fig. 30 ist a die Feuerung, ein Windofen, b der Herd, dessen Boden, die Treibsohle, aus natürlichem Kalkmergel oder einer Mischung von 5 Gewichtstheilen kohlensaurem Kalk u. 1 Gewichtstheil Thon besteht; e ist eine Sohle von Thon u. Quarz, deine Sohlevon Schlacken, e e ist die Kreuzabzucht im Fundament des-Ofens, krsind Formen oder Kannen, d. h. Oeffnungen zur Windzuführung, g der große Kranz oder Hauptkranz aus Bruchsteinen, h der obere kleine Kranz, Ziegelkranz. In. letzterem befindet sich das Schürloch zum Abzug der Gase und zum Nachsetzen silberreichen Bleies. Im Hauptkranz gbefindet sich das Glättloch, durch welches Abzug, Abstich und Glätte entfernt werden. Der Treibherd hat meist eine niedrige, bewegliche, an einem Krahn aufgehängte Kuppel (Haube oder Treibehut genannt), die aus einem eisernen Gerippe und Blechbeschlägen besteht und auf dem Ziegelkranz haufruht, wobei die betreffende Fuge mit Lehm verstrichen wird. Minder zweckmäßig sind die A. mit gemauerter Kuppel. In England hat man A. mit beweglichem Herd. (864 ubtreigen, auch abtreugen, akt. Z.; obersächs. Provinzialismus für abtrocknen (s. d.). ubtrennen, 1. akt. 3.(Zimm. etc.), Holz der Länge nach absägen; s. d. Art. trennen und abschwarten. — 2. refl. Z., sich abtrennen, sich mehr senken als die anderen Theile des Gebäudes und durch einen Riß von den anderen absondern; s. senken.

Illustrirtes Bau-Lexikon. Praktisches Hülfs- und Nachschlagebuch im Gebiete des Hoch- und Flachbaues, Land- und Wasserbaues, Mühlen- und Bergbaues, der Schiffs- und KriegsbaukunstHrsg. von Oscar Mothes, 4. Aufl., Leipzig und Berlin: Otto Spamer 1881–1884 · Bd. 1, S. 28Scan: Getty Research Institute (Internet Archive) · gemeinfrei

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